Das Kinder- und Jugendprogramm für Schwaben – Bilanz der letzten 5 Jahre
Veröffentlicht am 24. August 2008 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2008/08/das-kinder-und-jugendprogramm-fur-schwaben-bilanz-der-letzten-5-jahre/>
Abgerufen am 30. Juli 2010 um 19:30 Uhr
Bei der 12. Sitzung des Jugendausschusses am 30.07.2008 in der Jugendbildungsstätte Babenhausen, konnten der Bezirk Schwaben und der Bezirksjugendring eine erfolgreiche Bilanz des im Jahre 2003 zum »Kinder- und Jugendprogramm für Schwaben« erweiterten Programms vorstellen.
Die Situation der Jugendlichen, die Rechtsgrundlagen und das Selbstverständnis sowie die Strukturen der Jugendarbeit sind seit der Einführung des neuen Programms unverändert geblieben. Auch der Bezirksjugendring ist mit seinen 28 Mitgliedsorganisationen stabil geblieben, allerdings ist sein Aufgabengebiet um ein Vielfaches erweitert worden. Unter anderem ist aus dem Projekt »Politische Bildung Schwaben« ein bayernweites Projekt »Politische Bildung Bayern« entstanden. Außerdem wurde der Bereich »Erlebnispädagogik« in den Jugendbildungsstätten ausdifferenziert. Der Bezirk hat sich seit Gründung des Bezirksjugendrings zu dessen Arbeit bekannt und diesen finanziell und ideell unterstützt. Finanziell erbringt der Bezirk für die Jugendbildungsstätten jährlich eine Bauunterhaltsleistung von durchschnittlich 35 000 Euro. Die Zusammenarbeit von Bezirk und Bezirksjugendring ist im Kinder- und Jugendprogramm unter Nr. 5 konkret beschrieben.
Die nachfolgenden Ausführungen zeigen die neuesten Entwicklungen und Veränderungen der letzten 5 Jahre auf:
Um eine konstruktive Zusammenarbeit zu fördern, fanden regelmäßige Gespräche zwischen dem Bezirksjugendring-Vorstand, dem Bezirkstagspräsidenten, den Bezirkstagsfraktionen und der Bezirksverwaltung statt. Die Zusammenarbeit wurde im Laufe der letzten Jahre im Bereich der strukturellen Grundlagen, der gemeinsamen Aktivitäten und bei den Finanzgrundlagen konkret festgelegt bzw. soll sie noch festgelegt werden.
Zu den strukturellen Grundlagen zählt die Berufung einer Bezirksrätin bzw. eines Bezirksrats als Kontaktperson für den Bezirksjugendring und als Beauftragte/r für Jugendangelegenheiten zu Beginn einer jeden Wahlperiode des Bezirkstags. Er/Sie ist Mittler und Vermittler zwischen beiden Organisationen. Diese Funktion als »Jugendbeauftragte/r« hat sich bisher gut bewährt.
Zudem wurde über den Bau und Betrieb der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen zwischen dem Bezirk und dem Bezirksjugendring ein öffentlich-rechtlicher Vertrag geschlossen, in welchem die gemeinsamen Aufgaben, die Zuständigkeiten und die Förderung beschrieben werden und welcher 2004 ergänzt bzw. an die neuen Gegebenheiten angepasst wurde.
Die Arbeit der Jugendbildungsstätte wird durch den Jugendausschuss des Bezirkstags begleitet. Dieser Jugendausschuss ist für alle Jugendangelegenheiten zuständig und wie die anderen Ausschüsse des Bezirks in der Satzung und Geschäftsordnung verankert.
Als gemeinsame Aktivität werden der Bezirkstag und der Bezirksjugendring auch weiterhin alle zwei Jahre zu einem Jugendforum einladen, in dem aktuelle, jugendpolitische und gesellschaftliche Fachthemen mit Fachreferenten/innen behandelt werden. Dessen Ziele sind der Dialog zwischen Jugendarbeit und Politik, sind Informationen über neue Entwicklungen und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses.
Zusätzlich hat der Bezirkstagspräsident die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen aus der schwäbischen Jugendarbeit alle zwei Jahre zu einem Jugendempfang eingeladen.
Weiterhin gibt es ab dem Jahr 2008 einen jährlichen Schwabentag bei welchem der Bezirksjugendring im Jugendbereich mitwirkt und den Bezirk fachlich unterstützt.
Im Rahmen der Agenda 21 des Bezirks, sollte der Bereich »Politische Bildung« eine Schwerpunktaufgabe werden. Der Bezirk beauftragte den Bezirksjugendring mit der Koordination des Forums »Politische Bildung in Schwaben« und förderte diese Aufgabe finanziell. Alle Agenda 21- Angelegenheiten wurden im Jugendausschuss bzw. Kultur- und Europaausschuss behandelt. Das Projekt Politische Bildung hat sich sehr erfolgreich entwickelt und sich 2008 bayernweit ausgedehnt. Es wurden im Rahmen des Projektes schon die unterschiedlichsten Aktionen durchgeführt.
Der Bezirksjugendring hatte geplant, den Bezirk fachlich bei den jährlichen Tagungen für Jugendbeauftragte der Gemeinden im Jugendaustausch mit Frankreich zu unterstützen. Dieses Vorhaben setzte er in mehreren Seminaren für Jugendbeauftragte in den Partnergemeinden in Zusammenarbeit mit dem Europareferat und 2 BAFA-Juleica-Ausbildungen durch und entwickelte den Jugendwettbewerb »Heimat – Region mit Vergangenheit und Zukunft« mit. Zu den binationalen Gremien wird der Bezirksjugendring eingeladen.
Der Bezirk informiert in seinen Publikationen, seiner Öffentlichkeitsarbeit sowie auf seiner Homepage über die Arbeit des Bezirksjugendrings.
In Bezug auf die Finanzierungsgrundlage hat der Bezirksjugendring bisher jährlichen seinen Haushaltsantrag an den Bezirk bis Ende September bei der Bezirksverwaltung eingerichtet, damit er in den zuständigen Gremien rechtzeitig beraten und beschlossen werden kann. Für die Jahre 2008-2010 Jahr steht dem Bezirksjugendring ein Budget zur Verfügung, so dass ein Haushaltsantrag nicht mehr erforderlich ist. Ein Grundlagenvertrag zwischen dem Bezirk und dem Bezirksjugendring stehen noch aus.
Der Bezirk trägt, indem er zu den großen »Berufsausbildern« in Schwaben gehört, wesentlich zur Förderung der Jugend bei. Jungen Menschen können im sozialen, wirtschaftlichen und therapeutischen Bereich Ausbildungen absolvieren, außerdem werden vom Bezirk Kinder und Jugendliche in Förderzentren unterstützt.

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