Handbuch Kommunale Jugendpolitik

Geschrieben von Julia Schuler (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 31. Dezember 2008 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2008/12/handbuch-kommunale-jugendpolitik/>
Abgerufen am 30. Juli 2010 um 19:42 Uhr

handbuch_kommunale_jugendarbeit.jpgSie sind Jugendbeauftragte/r, Jugendreferent/in, Jugendsprecher/in, Bürgermeister/in, Mitarbeiter/in der Gemeindeverwaltung, Student/in der Sozialen Arbeit? Oder einfach bloß sehr interessiert daran, Verantwortung für die Kommunale Jugendpolitik in ihrer Gemeinde zu tragen?

Wunderbar! Denn genau Sie gehören zur Zielgruppe des Handbuches »Kommunale Jugendpolitik. Informationen, Praxisbeispiele und Handlungstipps zur Kinder und Jugendarbeit in den Gemeinden.«

Wir haben das Handbuch, das im Januar 2009 erscheint, vorab in Augenschein genommen und möchten es Ihnen an dieser Stelle vorstellen.


Einführung in die Thematik

Die Kommunen sind für die Gewährung von Leistungen für Kinder, Jugendliche und deren Familien stärker gefragt denn je. Stichworte wie die ansteigenden demografischen Entwicklungen in unseren Gemeinden, Betreuungseinrichtungen für unsere Kinder, Ausbildung, Eingliederung und Integration sowie das Stichwort Bildung verdeutlichen, dass der Trend – die Nachfrage an öffentliche Leistungen – sich fortsetzen wird. Um diesem Trend gerecht zu werden, braucht es viel Engagement und eine gute Infrastruktur, um Positionen und Orientierungen entwickeln zu können. »Aktive kommunale Jugendpolitik ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil im sozialen Arbeitsbereich der Städte und Gemeinden geworden« betont beispielsweise Gert Kohl, 1. Bürgermeister a.D., Zimdorf.

Einen wichtigen Teil der Jugendpolitik bildet die praktische Kinder und Jugendarbeit in unseren Gemeinden. Primär soll sie die Selbstbestimmung und gesellschaftliche Mitverantwortung der Kinder und Jugendlichen stärken und zum sozialen Engagement motivieren.

»Eine Gemeinde lebt von engagierten Bürgerinnen und Bürgern!«

Autor

Der Autor Winfried Pletzer arbeitet seit vielen Jahren als Referent für Jugendarbeit in den Gemeinden und Offene Kinder- und Jugendarbeit beim Bayrischen Jugendring.

Aufbau und Inhalte des Buches

Das Handbuch Kommunale Jugendpolitik beschreibt auf 80 Seiten detailliert das Aufgabenfeld zur fachgerechten Planung der Kommunalen Jugendpolitik und der Gemeindejugendarbeit und richtet sich vor allen anderen an Personen, die für die Entwicklung der Kommunalen Jugendpolitik in der Gemeinde Verantwortung tragen.

Mit seinem roten Hinterrund sticht das Handbuch sofort ins Auge. Der Schwerpunkt des Buches liegt darin, Arbeitsgrundsätze, Handlungsprinzipien, Strukturen sowie Handlungstipps rund um die kommunale Jugendpolitik zu vermitteln.

Im Vorspann werden dem Leser wichtige Grundlagen der kommunalen Jugendpolitik aufgezeigt. Vordergründig steht hier die Vermittlung eines besseren Verständnisses über Stellenwert und Bedeutung der Thematik.

style=«margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 150%«> Das Buch gliedert sich in fünf Hauptteile:

Im ersten Teil stellt Pletzer die wesentlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen der Kinder und Jugendarbeit in den Gemeinden vor. In einfacher und verständlicher Sprache geht er hier auf Definitionen, Ziele, Schwerpunkte und Verantwortlichkeit der Jugendarbeit ein. Zudem werden Begrifflichkeiten wie Jugendverbände und Jugendhilfeplanung des Landkreises eingehend erläutert.

Im zweiten und ausführlichsten Teil (Strategien zur Kommunalen Jugendpolitik in den Gemeinden) gelingt dem Autor der Theorie-Praxis-Bezug. Mit hilfreichen Fragestellungen, Planungsschritten und das Aufzählen günstiger Rahmenbedingungen erleichtert er die aktive Jugendpolitik. Außerdem werden wichtige Themen angegangen: Die Lebensraumgestaltung für Kinder und Jugendliche, die Förderung von Integration und Chancengleichheit sowie der Umgang mit Problemen von Jugendlichen (Gewalt, Drogenkonsum).

Im dritten Teil (Kinder- und Jugendarbeit lebt durch persönliches Engagement) werden die Verantwortlichen benannt. Beispielsweise in wiefern der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin die Kommunale Jugendpolitik beeinflusst, welche Aufgaben Jugendbeauftragte haben oder welchen Nutzen Bürgerliches Engagement mit sich bringt und für welchen Aufgabenbereich beziehungsweise ab welchen Zeitpunkt Fachkräfte eher angebracht sind.

Weitere wichtige Themen für die Umsetzung in die Praxis behandelt der 4. Teil: Die Infrastruktur der Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde. Beispielsweise erläutert Pletzer ausführlich und ganzheitlich das Thema »Mitbestimmung und Beteiligungsmöglichkeiten«. Nach einem Abriss über die die Bedeutung von »Beteiligung«, werden Standards für Beteiligungsmöglichkeiten genannt und schließlich Beispiele und Möglichkeiten. Es wird auch konkret betont, wie man die Jugendarbeit finanziell fördern kann.

Im abschließendem Teil (Verbesserte Entwicklungschancen durch interkommunale Zusammenarbeit) werden in Anlehnung an gesetzliche Grundsätze die wichtigsten Netzwerke rund um die Kinder und Jugendarbeit benannt und Tipps zur Kontaktpflege gegeben. (Jugendamt, Erziehungshilfen, Kreisjugendring,…)

Im Anhang findet der Leser nützliche Literaturhinweise über Arbeitshilfen und Publikationen zur Gemeindejugendarbeit des Bayrischen Jugendrings.

style=«margin-top: 0.49cm; margin-bottom: 0.49cm; line-height: 150%«> Fazit und Anmerkung

Aufgrund dem gelingenden Theorie- Praxisbezug und sich den daraus ergebenden Handlungstipps, Anregungen sowie Checklisten sind während dem Lesen Aha- Erlebnisse garantiert!

In angemessener und verständlicher Sprache bekommt man einen guten Einblick in die wichtigsten Bereiche rund um die Jugendpolitik.

Das Buch ist ein empfehlendes Standardwerk für alle Verantwortlichen aus der Jugendpolitik!

Das Handbuch »Kommunale Jugendpolitik« (3. überarbeitete und ergänzte Aufl.) ist über den Herausgeber, den Bayerischen Jugendring (http://www NULL.bjr NULL.de/), erhältlich!

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