»Am Kamin mit schwäbischen FDP Mandatsträger/innen.« Auftakt zur Gesprächsreihe des BezJR Schwaben
Veröffentlicht am 30. März 2009 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2009/03/am-kamin-mit-schwabischen-fdp-mandatstragerinnen-auftakt-zur-gesprachsreihe-des-bezjr-schwaben/>
Abgerufen am 30. Juli 2010 um 19:38 Uhr
Bei einem politischen Kamingespräch mit Mandatsträger/innen der FDP aus dem schwäbischen Bezirkstag und dem Bayerischen Landtag, eröffnete der Bezirksjugendring Schwaben am 23. Februar 2009 eine neue Gesprächsreihe zur jugendpolitischen Interessensvertretung und zur Zusammenarbeit mit den etablierten Parteien.
Durch die persönliche Begegnung zwischen Mandatsträger/innen und Vertreter/innen der Jugendarbeit sollen Beziehungen aufgebaut, Vertrauen zueinander gefunden und Arbeitsvorhaben und Sichtweisen besser vermittelt werden.
Freudig begrüßte Roland Weber die zahlreich erschienen Vertreter/innen der im Jugendring zusammengeschlossenen Verbände und Kreis-/Stadtjugendringe und insbesondere die Vertreter/innen der schwäbischen FDP und der Jungen Liberalen. Der Vorsitzende des Bezirksjugendrings gab mit dieser Veranstaltung den Startschuss für die Umsetzung des vom Bezirksjugendring beschlossenen Konzepts zur Vitalisierung der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit den Parteien.
Brigitte Meyer, die Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Familien und Arbeit im Bayerischen Landtag sowie die Bezirksräte Gisela Bock und Manfred Buhl und die Vorsitzende der Jungen Liberalen in Schwaben Monika Müller, konnten vier Stunden lang mit Vertretern des Bezirksjugendringvorstands sowie mit Führungspersonen der schwäbischen Jugendverbände und Jugendringe ein informatives und interessantes Gespräch führen.
Bei den Mandatsträger/innen der FDP ist das Projekt »Politische Bildung in Schwaben« des Bezirksjugendrings Schwaben auf großes Interesse gestoßen. Seit sieben Jahren gibt es diesen Arbeitsschwerpunkt schon, der vielfache Impulse für die politische Bildung im Bereich der Kommunalpolitik geliefert hat. Die Bausteine »Kommunalpolitik erleben!«, »Bezirk Schwaben erleben« und »Politische Bildung mit jugendlichen Zuwanderern« bieten eine Menge Anregungen für die kommunalpolitische Praxis. Der monatliche »Schwabenrundbrief« und die Informationen auf der Homepage versorgen die Organisationen der politischen Bildung in Schwaben mit aktuellen Nachrichten.
Ebenso interessant war die Vorstellung des »Patenprojekts«, das in Schwaben rund 100 Patenschaften für die Integrationsbegleitung vermittelt und über 800 Zuwandererjugendliche erreicht hat. Brigitte Meyer sagte zu, dass sie sich im Bayerischen Sozialministerium für ein Folgeprojekt stark machen will.
Gisela Bock und Manfred Buhl begrüßten die Initiative des Bezirksjugendrings zur Schaffung einer hauptamtlichen Medienfachberatung für den Regierungsbezirk Schwaben und versprachen, sich im Schwäbischen Bezirkstag weiter für dieses Projekt zu engagieren.
Die beiden Bezirksräte werden sich ferner beim Verband der Bezirke dafür stark machen, dass auch in den anderen Bezirken Jugendausschüsse und Jugendbeauftragte nach dem schwäbischen Vorbild installiert werden. Weiterhin soll das Projekt Politische Bildung auch im Verband der Bezirke vorgestellt werden.
Bei einem Rundgang durch die Jubi begrüßten die FDP-Mandatsträger/innen den guten Zustand des Hauses und sprachen sich für das im Jugendausschuss des Bezirks vorgestellte Energiekonzept aus, das weiter verfolgt werden soll.
Roland Weber machte darauf aufmerksam, dass der Bau der seit über 20 Jahren geplanten Turnhalle sehr notwendig wäre, insbesonders um der Sportjugend mehr Möglichkeiten für ihre Arbeit zu geben. Gut angelaufen ist die Arbeit der Umweltstation in der Jugendbildungsstätte. Durch eine energetische Sanierung des Hauses könnte auch die Umweltbildung noch mehr innovative Schubkraft bekommen.
Brigitte Meyer will sich bei einer Gesetzesnovelle im Bereich des Immissionsschutzrechts für Jugendspielplätze, auch für eine Veränderung der Immissionswerte bei Jugendbildungsstätten einsetzen.
Die Vertreter der Jugendringe und Jugendverbände haben auf die Problematik der Nachmittagsbetreuung an Ganztagsschulen hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass hier ihre Interessen stärker berücksichtigt werden sollen.
Der Vorsitzende des Kreisjugendrings Unterallgäu machte deutlich, dass der Freistaat ab dem nächsten Schuljahr die Trägerschaft und die Personalausstattung für die offene und gebundene Ganztagsschule übernimmt. Hierbei ist bisher nicht geklärt, ob das Kultusministerium auch andere Träger einsetzen will z. B. Jugendringe und wie diese freien Träger finanziert werden sollen.
Brigitte Meyer versprach, diesen Punkt in die parlamentarische Arbeit einzubringen, ferner sagte sie zu, dass sie im Rahmen der parlamentarischen Bildungsdiskussion auch auf die Belange der außerschulischen Jugendbildungsarbeit aufmerksam machen will.
Monika Müller begrüßte die Handlungsempfehlungen des Enquete-Berichts »Jung sein in Bayern«, und vertrat die Auffassung, dass diese Empfehlungen in dieser Legislaturperiode wieder aufgegriffen und in jugendpolitisches Handeln umgesetzt werden sollten.
Das Engagement des Bezirksjugendrings für die persönliche Begegnung mit Mandatsträgern und Vertretern der Jugendarbeit, wurde ausdrücklich begrüßt.
Roland Weber und die FDP-Vertreter/innen bedanken sich herzlich für das anregende Gespräch. Beide Seiten sind an einer Fortführung der Konsultationen, die alle zwei Jahre stattfinden sollen, interessiert.

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