»Jugend ist unsere Zukunft« – ein Gespräch mit Sissi Veit-Wiedemann (CSU)
Veröffentlicht am 30. März 2009 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2009/03/jugend-ist-unsere-zukunft-ein-gesprach-mit-sissi-veit-wiedemann-csu/>
Abgerufen am 30. Juli 2010 um 19:22 Uhr
Sissi Veit-Wiedemann, Bezirksrätin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU sprach mit uns unter anderem über die Ziele ihrer Fraktion im schwäbischen Bezirkstag, welche Bedeutung für sie die Jugendarbeit in der Bezirkspolitik hat und schildert ihre Einschätzungen zum Thema politische Bildung mit Schulen.
Nachdem wir mehrere Artikel über den Bezirk und die Bezirkstagswahl in Schwaben veröffentlicht haben, sollen nun die einzelnen Fraktionsvorsitzenden selbst zu Wort kommen. Jede(r) Fraktionsvorsitzende erhielt die gleichen Fragen zur eigenen Arbeit und z. B. zur Jugendpolitik.
Im März stellen wir Ihnen die Antworten der CSU-Fraktion vor.
Aus wie vielen Mitgliedern besteht Ihre Fraktion?
13 Mitglieder von 26 davon 3 Frauen und 10 Männer, die alle in der Kommunalpolitik eingebunden sind.
Welche Ziele hat sich Ihre Fraktion für die Arbeit im 14. Schwäbischen
Bezirkstag gesetzt und wie sollen diese erreicht werden?
Unsere Aufgabe als Sozialparlament wahr zu nehmen und für die Bedürftigen bestmögliche und dauerhaft finanzierbare Betreuungsmöglichkeiten zu erhalten und nach Bedarf zu schaffen. Daneben ist unser Ziel Kulturarbeit, Europäische Partnerschaften und die Jugendbildungsarbeit auf dem hohen Niveau fortzuführen. Das kann nur durch sparsames und wirkungsvolles Einsetzen der finanziellen Mittel geschehen.
In welcher Form arbeiten Sie mit den anderen Fraktionen im Bezirkstag zusammen?
Wir sind kein besonders publikumswirksames Gremium und haben Entscheidungen zu fällen die Menschen in schwierigen Lebenslagen betreffen. Deshalb arbeiten wir schon immer mit allen Fraktionen zusammen. Es finden in regelmäßigen Abständen Fraktionsvorsitzenden Treffen statt, um den direkten Austausch zu gewährleisten. Dies hat unser Bezirkstagspräsident bereits in der letzten Periode eingeführt. Die meisten Abstimmungen sind einstimmig oder mit großer Mehrheit.
Im Kinder und Jugendprogramm des Bezirks sind wichtige Felder der
schwäbischen Jugendarbeit beschrieben. Welche Bedeutung hat für Sie
der Bereich Jugendarbeit in der Bezirkspolitik?
Jugend ist unsere Zukunft. Einen kleinen Teil zur positiven Entwicklung unserer Jugend beitragen zu können ist unser erklärtes Ziel. Wir sind stolz darauf die langfristige Sicherung der JUBI durchgesetzt zu haben und werden nach Möglichkeit weiterhin die Grundlage für die Arbeit des BJR schaffen.
Der Bezirksjugendring Schwaben und die Stiftungsfachhochschule Benediktbeuern haben in den letzten Jahren mehrere Bausteine für Schulen entwickelt, um dort mehr auf die Kommunalpolitik aufmerksam zu machen. Der Baustein »Bezirk Schwaben erleben« wird von den Schulen sehr gut angenommen. Wie schätzen Sie diese Arbeit der politischen Bildung mit Schulen ein. Wie sollte dieser Bereich weiter entwickelt werden?
Politische Bildung gerade in Schulen ist unabdingbar. Wie sollen junge Menschen wählen lernen, wenn sie sich nicht schon vorher mit den politischen Ebenen und den Parteien mit ihren Unterschieden auseinandergesetzt haben. Das Lehrer und Schüler auf das Angebot zurückgreifen ist ein Zeichen dafür, dass der Baustein »Bezirk Schwaben erleben« neutral, umfangreich aber auch unterhaltsam lehrt. Großes Lob dafür! Mit weiteren Veranstaltungen wie, »Politiker zum Anfassen« »Infos aus erster Hand« können Schüler lebensnah aus der Praxis lernen. Das ist ausbaufähig. Mehr Theorie und Text schreckt eher ab.
Der Bezirk Schwaben hat einen Jugendausschuss eingerichtet, in dem alle Fragen der Jugendarbeit behandelt werden sollen. Welche Themen und Schwerpunkte sind für Sie vorrangig, die in nächster Zeit behandelt werden sollten?
Der Jugendausschuss würde sich gerne mehr mit der Weiterentwicklung der Jugendarbeit in Schwaben beschäftigen. Leider muss er sich die meiste Zeit mit Haushalt, Instandhaltung der JUBI, Baumaßnahmen und Zuschussabwicklungen usw. beschäftigen. Aber gerade dies soll dem BJR den Rücken frei halten und die Möglichkeiten erhalten für wertvolle, sinnvolle und attraktive Jugendarbeit.
Kommunalpolitik ist für viele junge Menschen weit weg. Wie und mitwelchen Maßnahmen möchten Sie junge Menschen motivieren, dass sie sich stärker für diesen Politikbereich interessieren?
Die CSU hat langjährige Erfahrung mit politischer Jugendarbeit durch die Junge Union, übrigens die größte politische Jugendorganisation deutschlandweit. Die meisten jungen Menschen sind politisch interessiert, nur sind sie nicht bereit sich zu organisieren. Über persönliche Ansprache, einbeziehen in Veranstaltungen und Einholung deren Meinung durch Flugblätter und Umfragen kann die Neugier und Interesse für politische Arbeit geweckt werden. Das werden wir auch weiterhin tun.
In welcher Weise kann der Verband der Bezirke dazu beitragen, dass bei ihm das Thema Jugendarbeit mehr Profil bekommt?
Er sollte der Jugendarbeit mehr Plattform geben, sich darzustellen.
Frau Veit-Wiedemann, wir danken Ihnen für die informativen Antworten!

Trackbacks