Kamingespräch mit schwäbischen MandatsträgerInnen der CSU

Geschrieben von Veronika Stark (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 27. April 2009 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2009/04/kamingesprach-mit-schwabischen-mandatstragerinnen-der-csu/>
Abgerufen am 30. Juli 2010 um 19:24 Uhr

»Wie können die drei Bausteine des Bezirksjugendrings zur Kommunalpolitik noch bekannter gemacht werden«? und »wie kann der Enquete-Bericht »Jung sein in Bayern« in der Landespolitik weiter konkretisiert werden?« Diese Fragestellungen waren die Kernthemen beim Kamingespräch mit der CSU am 30.03.2009 in Babenhausen.

Der Austausch über Jugendpolitik sowie das persönliche Kennen lernen von CSU-MandatsträgerInnen aus den verschiedenen Politikebenen und den VertreterInnen des Bezirksjugendrings, der Stadt- und Kreisjugendringe und der Mitgliedsverbände des Bezirksjugendrings, war Anlass für das Kamingespräch, zu dem der Bezirksjugendring in seine Jugendbildungsstätte nach Babenhausen eingeladen hatte. 12 MandatsträgerInnen der CSU aus den Bereichen: Bezirkstag, Landtag, Bundestag und Europaparlament und 25 VertreterInnen aus der schwäbischen Jugendarbeit konnten bei einer guten Gesprächsatmosphäre vier Stunden lang einen interessanten Austausch führen.

Das Projekt »Politische Bildung Schwaben« des Bezirksjugendrings fand allgemein großen Anklang. Vor allem die Bausteine »Kommunalpolitik erleben« und »Bezirk Schwaben erleben«, die für den Schulbereich entwickelt wurden, waren lange in der Diskussion. Die Handreichung »Politische Bildung mit jugendlichen Zuwanderern« fand ebenfalls einen hohen Zuspruch.

Die Landtagsabgeordneten Josef Miller, Angelika Schorer und Reinhard Pachner waren den Projekten sehr zugetan und möchten diese auch im Landtag noch mehr öffentlich machen. Reinhard Pachner sprach sich dafür aus, insbesondere die LehrerInnen noch mehr für die Kommunalpolitik zu sensibilisieren. Von Bezirksrat Edgar Rölz wurde vorgeschlagen, schon in den Grundschulen anzusetzen, um bei den Kindern ein Bewusstsein für die Kommunalpolitik zu schaffen. Dazu sollte eine auf Kinder zugeschnittene Handreichung entwickelt werden. Von Bezirksrat Stefan Bosse kam der Vorschlag, die drei Bausteine des Bezirksjugendrings bei LehrerInnen und in der Offenen Jugendarbeit noch bekannter zu machen.

Der Kreisjugendring Unterallgäu engagiert sich an sieben Hauptschulen im Landkreis Unterallgäu mit Angeboten der Ganztagesbetreuung. Nach Aussagen des Vorsitzenden steht jedoch noch nicht fest, ob das Kultusministerium im neuen Schuljahr weiterhin auch andere Träger wie z. B. die Jugendringe einsetzen und finanziell fördern will. Die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer versprach, dieses Anliegen an den entsprechenden Ausschuss des Landtags weiter zu geben und zu klären.

Der Europaabgeordnete und Bezirksvorsitzende der schwäbischen CSU Markus Ferber nahm zum Enquete-Bericht »Jung sein in Bayern« Stellung und plädierte dafür, dass die Handlungsempfehlungen des Berichts im neuen Landtag weiter bearbeitet werden. Angelika Schorer will darüber mit dem Fraktionsvorsitzenden der CSU sprechen, ob evtl. eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden kann, die parteiübergreifend besetzt wird. Ferner informierte sie über die Initiative zur Einrichtung einer Kinderkommission im Bayerischen Landtag.

Von Seiten des Bezirksjugendrings wurde den Landtagsabgeordneten empfohlen, für den Bereich Jugendspielplätze und Einrichtungen der Jugendarbeit, eine Rechtsgrundlage im Bereich des Immissionsschutzrechts zu schaffen. Durch Nachbarschaftsbeschwerden wird Jugendarbeit immer mehr eingeschränkt. Ebenso soll im Bereich Jugendmedienarbeit ein neues Landesförderungsprogramm geschaffen werden, um die Medienfachberatungen in den Bezirken zu unterstützen.

Für Markus Ferber hat der Berufseinstieg von jungen Menschen eine ganz hohe Priorität. »Es dürfen keine jungen Menschen mehr auf der Strecke bleiben!« Das Schulsystem ist hier besonders gefordert.

Zur Abrundung der Veranstaltung stellten die jeweiligen VertreterInnen der Verbände und der Stadt- und Kreisjugendringe ihre aktuellen Projekte vor und gaben einen Überblick über die derzeitige Nachwuchssituation. Bezirksrätin Sissi Veit-Wiedemann berichtete über die die Nachwuchsarbeit der JU.
Markus Ferber lobte das Engagement des Bezirksjugendrings im Bereich der politischen Bildung »hier hat sich Vorbildliches entwickelt, das unbedingt weiter zu empfehlen ist«. Er bedankte sich beim Bezirksjugendring für die Initiative zu den Kamingesprächen und sagte im Namen der CSU zu, diese in zwei Jahren fortzusetzen.

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