Kamingespräch mit Mandatsträger/innen der SPD
Veröffentlicht am 25. Juni 2009 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2009/06/kamingesprach-mit-mandatstragerinnen-der-spd/>
Abgerufen am 30. Juli 2010 um 19:41 Uhr
Mandatsträger/innen der SPD besprechen u.a. die Kooperation der Jugendarbeit mit den Schulen.
Am 25.05.2009 setzte der Bezirksjugendring Schwaben die Gesprächsreihe der Kamingespräche mit MandatsträgerInnen der SPD fort.
Anliegen war es wieder, den Kontakt zwischen den verschiedenen Jugendverbänden und Jugendringen mit den VertreterInnen der SPD aus den verschiedenen Ebenen der Politik herzustellen. Dafür kamen neun MandatsträgerInnen der SPD und den JuSos sowie acht VertreterInnen der Jugendverbände und Jugendringe in der Jugendbildungsstätte Babenhausen zusammen. Vier Stunden lang wurde in einer entspannten Atmosphäre konstruktiv und ausdauernd über aktuelle Probleme und Ereignisse diskutiert.
Der neue Bezirksjugendringsvorsitzende Manfred Gahler eröffnete die Gesprächsrunde und begrüßte die zahlreich anwesenden TeilnehmerInnen an diesem Kamingespräch. Nachdem die aktuellen Projekte des Bezirksjugendrings wie die Medienfachberatung, die Politische Bildung in Schwaben und das Patenprojekt in Nördlingen vorgestellt wurden, gab Bernhard Schneider, Leiter der Jugendbildungsstätte Babenhausen, einen Einblick in die Bildungsarbeit für junge Menschen. Beides stieß bei den Anwesenden auf großes Interesse und allgemeinen Zuspruch.
Anschließend stellten die VertreterInnen der Jugendringe und -verbände aktuelle Projekte für das Jahr 2009 vor und machten auf Probleme in ihrer Arbeit aufmerksam. Vor allem die Tatsache, dass sich immer weniger Jugendliche neben der Schule ehrenamtlich engagieren möchten, wurde lange diskutiert. Hierbei kam auch die Problematik des G8 und die Frage nach Ganztagsschulen ins Gespräch, da den Jugendlichen meist einfach die Zeit und die Energie fehlt, sich nebenbei noch ehrenamtlich zu betätigen.
Auch die Kooperation der Jugendarbeit mit den Schulen wurde besprochen. Hierbei wurde nach abgestimmten Strategien für Kooperationsarbeit gefragt, woraufhin verschiedene VertreterInnen der Verbände anmerkten, dass aufgrund eingeschränkter personeller Ressourcen keine Kapazitäten mehr für Kooperationsarbeit frei sind.
Die bayerische Sportjugend hat derzeit 300 junge Menschen im Einsatz, die ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten. Sie sind ein wichtiger Baustein im Verband, da sie eine Hälfte der Zeit mit Jugendlichen arbeiten und die andere Hälfte bspw. in der Verwaltung mitwirken. Die FSJ’ler sind im Verband angestellt, werden aber für ihren Einsatz an andere Einrichtungen verliehen. Michaela Regele, Vorsitzende der bayerischen Sportjugend, wies auf den Umstand hin, dass auf diesen »Verleih« seit einiger Zeit eine Umsatzsteuer erhoben wird, was die Sportjugend finanziell sehr belastet. Monika Beuchert-Bösele SPD sprach sich dafür aus, sich nach der genauen Sachlage zu erkundigen und ggf. das Thema ins Gespräch zu bringen. Ein weiteres großes Problem stellt das Thema Rechtsextremismus dar. Vor allem die Jugendfeuerwehren haben damit zu kämpfen, da sich diese Art des Engagements mit z.B. der großen Bedeutung der Kameradschaft sehr für die Instrumentalisierung durch die NPD eignet. Auch andere Institutionen haben Projekte zu dieser Thematik gestartet, bspw. der KJR Ostallgäu und die JuSos.
Stefanie Steinl, Vorsitzende der JuSo Schwaben, brachte das Anliegen in die Diskussion ein, die politische Bildung auch innerhalb der Verbände mehr in das Blickfeld zu rücken. Oftmals wissen diese nicht, wie die Kommunalpolitik funktioniert. Hier gibt es noch viel Informationsbedarf. Monika Beuchert-Bösele, ebenfalls Mandatsträgerin der SPD, forderte die Verbände auf, auf die Parteien vor Ort zuzugehen, da sie sich sonst kein Bild davon machen können, was der Bedarf der Verbände ist. Der BezJR-Vorsitzende Gerwin Reichart merkte hierzu an, dass Jugendliche und Jugendleiter oftmals Angst haben, von den Erwachsenen »überrannt« zu werden. Dennoch muss von den Verbänden ein Signal der Offenheit für den Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Parteien kommen.
Nachdem die SPD ihre politischen Vorhaben kurz skizzierten, beendete Manfred Gahler das Kamingespräch. Die MandatsträgerInnen der SPD bedankten sich für diese Möglichkeit, mit den Jugendverbänden in Kontakt zu kommen und sagten zu, in zwei Jahren wieder an den Kamingesprächen teilzunehmen.

Trackbacks