Modellprojekt: »Politische Bildung in Schwaben« weiterhin erfolgreich – ein Rückblick auf 2009
Veröffentlicht am 31. März 2010 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2010/03/modellprojekt-politische-bildung-in-schwaben-weiterhin-erfolgreich-ein-ruckblick-auf-2009/>
Abgerufen am 8. Februar 2012 um 11:04 Uhr
Mit dem Modellprojekt kann der Bezirksjugendring auf ein weiteres erfolgreiches Jahr zurückblicken. Im März wurde der Baustein »Politische Bildung mit jugendlichen Zuwanderern« im Rahmen eines Pressegesprächs in Nördlingen, zusammen mit Oberbürgermeister Hermann Faul, vorgestellt. Die Handreichung enthält auch Empfehlungen an die Kommunalpolitik u.a. wird vorgeschlagen, eine hauptamtliche, pädagogische Fachkraft zu beschäftigen. Diese Empfehlung wurde im Laufe des Jahres vom Oberbürgermeister umgesetzt. Ab dem 01.01.2010 ist ein gemeindlicher Jugendpfleger für die Stadt Nördlingen tätig.
Das Projekt konnte auch im Rahmen einer Diplomarbeit evaluiert werden. Die wichtigsten Ergebnisse: Die Jugendlichen haben sich neues Wissen über ihre Stadt und über die Kommunalpolitik angeeignet. Hemmschwellen und Berührungsängste gegenüber der Politik wurden abgebaut. Zudem haben sich die Jugendlichen als handelnde Individuen erlebt, was zu einer Stärkung des Eigenengagements beigetragen hat. Über die positive Presseberichterstattung ist ein deutlicher Imagegewinn für die Zielgruppe in der Öffentlichkeit entstanden. (Weitere Infos, siehe Rundbrief Politische Bildung September 2009).
Die Universität Gießen setzt den Baustein »Politische Bildung mit jugendlichen Zuwanderern« mittlerweile in der Lehrerausbildung ein, zudem hat sie das Planspiel
»Bezirkspolitik trifft Jugendarbeit« für eine Veranstaltung mit dem hessischen Landtag adaptiert.
Die bisher entwickelten Bausteine zur Kommunalpolitik sind gut nachgefragt, da sie erlebnisorientiert, praxisorientiert und erprobt sind. Durch die Anwendung wird das eigene Handeln und Erleben der Jugendlichen in der Kommunalpolitik greifbar sowie der Bezug zum eigenen Leben und Alltag deutlich.
Ein weiteres Element neben der Entwicklung von Bausteinen ist der monatliche Rundbrief »Politische Bildung Schwaben«. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 45 Beiträge zur schwäbischen Kommunalpolitik veröffentlicht. Schwerpunkte waren u.a. die Europawahl, die Bundestagswahl sowie Beiträge über die Arbeit des Schwäbischen Bezirkstags.
Die monatlichen Rundbriefe werden von einem studentischen Team der Katholischen Stiftungsfachhochschule München/Benediktbeuern vorbereitet, redaktionell bearbeitet und vielfach auch geschrieben. Zur Unterstützung dieser Arbeit wurden zwei Klausurtagungen sowie ein Workshop »Journalistisches Arbeiten« an der Medienakademie der Augsburger Allgemeinen Zeitung durchgeführt. Ein Großteil des Teams ist im Herbst 2009 – bedingt durch das Ende des Studiums – aus der Arbeitsgruppe ausgeschieden. Durch eine intensive Werbung an der Hochschule, konnte Ende des Jahres ein neues Team die Arbeit weiter fortsetzen. Im Rahmen dieser Neukonstituierung wurde auch die bisherige Homepage überarbeitet. Zum Jahreswechsel 2009/2010 gab es eine längst fällige Generalüberholung.
Mit dem Netzwerk »Politische Bildung Bayern« – das aus dem schwäbischen Projekt hervorgegangen ist – gibt es einen regelmäßigen Austausch. Bei zwei Klausurtagungen konnten verschiedene Vorhaben abgestimmt und neue Ideen geboren werden, so z. B. der Videowettbewerb »60 Sekunden für die Demokratie«, der im letzten Jahr bayernweit durchgeführt wurde, im Dezember war die Preisverleihung im Bayerischen Landtag (siehe www.politische-bildung-bayern.net).
Der Verband der bayerischen Bezirke hat ebenfalls Interesse am Projekt des Bezirksjugendrings bekundet. Im September konnte in einem Arbeitskreis des Verbands, das schwäbische Konzept und insbesonders der Baustein »Bezirk Schwaben erleben«, vorgestellt werden.
Im Oktober 2009 fand der Expertenworkshop »7 Jahre politische Bildung Schwaben« statt. Hierbei konnte u.a. aus 7 Perspektiven auf 7 Jahre Projektarbeit zurückgeschaut und 7 Produkte, die in dieser Zeit entstanden sind, vorgestellt werden. Die Bilanz kann sich sehen lassen. Alle, die vor 7 Jahren mit an den Start gegangen sind, aus den Bereichen Schule, Lehrerfortbildung, Bildungsstätten, Bezirkspolitik, Volkshochschulen und Jugendarbeit, waren wieder dabei und haben festgestellt, dass das Netzwerk in der Praxis der politischen Bildung viel bewirkt hat. Alle sprachen sich für eine Fortführung aus und haben dazu auch eine Reihe von Vorschlägen gemacht (nähere Informationen siehe www.bezirksjugendring-schwaben.de/Projekte/Downloads).
