Methodenworkshop zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung. Ein Angebot für Jugendbeauftragte in den Kommunen!

Geschrieben von Lisa Bundlechner (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 22. April 2010 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2010/04/methodenworkshop-zum-thema-kinder-und-jugendbeteiligung-ein-angebot-fur-jugendbeauftragte-in-den-kommunen/>
Abgerufen am 8. Februar 2012 um 11:22 Uhr

Kinder und Jugendpartizipation ist wichtig. Klar. Doch wie macht man so was eigentlich? Wie kann ein neu gewählter Jugendbeauftragter, der noch nie in diesem Feld gearbeitet hat die Partizipation von Kindern und Jugendlichen unterstützen und vorantreiben? Monika Seiler und Martina Dür, Kommunale Jugendpflegerinnen des Landkreises Donau-Ries, haben darauf eine Antwort.

»Kinder und Jugendpartizipation«, unter diesem Motto steht das Jahr 2010 im Landkreis Donau-Ries. Schon zu Jahresanfang gab es deshalb zu diesem Thema eine »Kick-off-Veranstaltung«. Zielgruppe waren vor allem die Jugendbeauftragten der Städte und Kommunen, aber andere interessierte Stadt-, bzw. Gemeinderatsmitglieder und in der Jugendarbeit tätige Hauptamtliche. Inhalt der Veranstaltung war die Bedeutung und den Nutzen von Partizipationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in den Kommunen aufzuzeigen. Um es den Jugendbeauftragten leichter zu machen wurden zudem drei Beteiligungsmethoden vorgestellt. Fazit des Abends: Viele begeisterte Jugendbeauftragte und der Wunsch nach einem Methodenworkshop. »Wir haben gemerkt, dass die praktischen Erfahrungen fehlen und wollten deswegen einen Workshop anbieten, in dem jeder die Methoden selbst ausprobieren kann.«, so Seiler.

Zusammen mit Ihrer Kollegin Martina Dür veranstaltete sie deshalb am 13. März 2010 einen ganztägigen Methodenworkshop unter dem Motto »Kinder- und Jugendbeteiligung mitWirkung« für Jugendbeauftragte. Seiler dazu: »Als Referentin konnten wir Martina Leidinger gewinnen. Diese setzt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Partizipation von Kindern und Jugendlichen auseinander. Sie begleitete als Moderatorin verschiedene Beteiligungsprojekte in Kommunen, Kreisen und Verbänden bei deren Weiterentwicklung im Bereich ‘Kinder- und Jugendbeteiligung´, ferner moderierte sie bereits verschiedene Formen und Projekte vor Ort. Ebenfalls hat sie bei der Jugendstudie ‘mitWirkung’ der Bertelsmann- Stiftung mitgearbeitet.«

15 interessierte Teilnehmer die Partizipation in ihrer Gemeinde leben und anpacken wollen nahmen am Workshop teil. Inhalt war vor allem das Ausprobieren vorgestellter Methoden. Mitnehmen konnten die Jugendbeauftragten nicht nur die gesammelten Erfahrungen, sondern eine eigens für sie zusammengestellte Arbeitshilfe. Außerdem gibt es jederzeit die Möglichkeit, bei einzelnen Projekten, Monika Seiler oder Martina Dür direkt zu kontaktieren, bzw., wenn benötigt, Material vom Kreisjugendring auszuleihen. »Uns freut besonders, dass nun eine Vernetzung zwischen den Jugendbeauftragten stattfindet. Nach dem Motto hilfst du mir, helf ich Dir werden Projekte gemeinsam gestemmt«, erzählt Seiler.

Damit das auch weiterhin so gut klappt, ist ein weiteres Projekt in Planung. In nächster Zeit soll ein Methodenkoffer entstehen, der jederzeit vom Kreisjugendring Donau-Ries ausgeliehen werden kann. Inhalt: Papier, Flipchart, Schere, Kleber, Eddings, etc. aber auch eine kleine Methodensammlung. Mit den Schritt-für-Schritt-Erklärungen darin kann dann bei eigenen Projekten doch gar nichts mehr schief gehen.