Preisverleihung des Innovationspreises der Offenen Jugendarbeit »Volle Energie« 2010

Geschrieben von Claus Wagner (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 28. November 2010 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2010/11/volle-energie-2010/>
Abgerufen am 19. Mai 2012 um 08:22 Uhr
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Bei einer feierlichen Preisverleihung wurden am Dienstag den 23. November im Rathaus Gersthofen die Gewinner des Innovationspreis »Volle Energie« für ihre Offene Jugendarbeit in Schwaben ausgezeichnet. Die teilnehmenden Projektteams konnten in den Bereichen Medien und Online-welten, Migration und Vielfalt der Kulturen, Sucht und Gewalt, Politik und Engagement sowie Umwelt und Natur, der in Bayern einmaligen Initiative »Volle Energie« mit ihren Wettbewerbsbeiträgen zeigen, wie sie ihre Energie positiv umsetzen. Insgesamt wurden von Jugendlichen und Betreuern 17 Projekte aus ganz Bayerisch-Schwaben für den Wettbewerb eingereicht. »Durch den Wettbewerb erhalten die Projekte der Offenen Jugendarbeit mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Die Jugendlichen erleben eine gesellschaftliche Anerkennung für ihr Engagement. Dies wirkt sich wiederum stimulierend für die Arbeit in den Jugendzentren und Jugendtreffs in Schwaben aus.«, lobte Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert die Teilnehmenden Teams und das Engagement der Lechwerke, die den Wettbewerb mit einem Betrag von 8.000 Euro finanziert.

Der erste Platz und damit 1.000 Euro Preisgeld gingen an die »MJ Group Meitingen« mit ihrem Beitrag »Supermarkt! Wie seniorenfreundlich ist Ihrer?«. Die elf Jugendlichen im Alter von elf bis 20 Jahren initiierten ein Projekt, dass sich eine seniorenfreundlichere Gestaltung der Supermärkte in ihrer Stadt zum Ziel gesetzt hat. Dazu befragten die Jugendlichen 300 Senioren und Behinderte nach ihren Wünschen und Bedürfnissen in Supermärkten und präsentierten schließlich die Ergebnisse den Marktleitern und der regionalen Presse. Die Teilnehmer haben mit ihrem Engagement sogar bereits erreicht, dass zwei Supermärkte die Verbesserungsvorschläge direkt umsetzten.

750 Euro Preisgeld erhielt die zweitplazierte Gruppe, die aus 14 Jugendlichen der Offenen Jugendarbeit Pfaffenhausen besteht. Mit dem Motto »Pfaffenhausen wird zum Spiel« entwickelten die elf bis 15 jährigen ein Brettspiel, dessen Gegenstand ihre eigene Heimatstadt ist. Sie befragten nicht nur verschiedene Vereinsverantwortliche und Institutionen ihrer Stadt um daraus Fragekarten für das Spiel zu erstellen, sondern stellten ihr Projekt auch verschiedenen Firmen vor, um Sponsoren für den Druck des fertigen Spieles zu finden. Ziel der Jugendlichen ist es, Wissen über die Heimatgemeinde und deren Geschichte zu vermitteln, sowie die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt der Vereine und Institutionen in Pfaffenhausen zu stärken.

Auch der Dritte Platz, welcher mit 500 Euro dotiert war, ging an ein Team aus Pfaffenhausen. Mit ihrem Projekt »Sommer-Sonne-Sonnenblumen« bewarben sich die 12 Teilnehmer im Themenbereich »Umwelt und Natur«. Die Kinder der »Initiativgruppe Sonnenblume« verteilten Sonnenblumenkerne an 880 Haushalte in Pfaffenhausen. Dass diese Aktion bei den Bürgern der Stadt sehr gut ankam, konnte man bereits einige Wochen später anhand zahlreicher Sonnenblumenbepflanzter Gärten Pfaffenhausens erkennen.

Den vierten Platz und 250 Euro gewann die »Initiativgruppe Jugendkultur on Tour« aus Laugna Zusam im Landkreis Wertingen. Ziel ihres Projekts »West meets Ost – Ost meets West« war es über die Musik einen deutsch – deutschen Jugendaustausch zu verwirklichen. So luden die 25 Jugendlichen zwei Berliner Bands ein, auf der Kino- und Rocknacht in Wertingen zu spielen und schickten wenig später eine Band aus ihrer Region zu einem Gegenbesuch nach Berlin. Dadurch konnten die 14 bis 24 Jahre alten Teilnehmer die unterschiedlichen (Musik-)Kulturen und Lebensverhältnisse getreu dem Motto »Musik kennt keine Grenzen« kennen lernen.

Die Preise wurden von Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, Jürgen Schantin, Bürgermeister der Stadt Gersthofen, LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher und Manfred Gahler, Vorsitzender des Bezirksjugendrings Schwaben übergeben. Überzeugt haben die vier ausgezeichneten Projekte nicht nur allein durch ihr Engagement, sondern auch durch ihren unmittelbaren Bezug zu ihrem Lebensumfeld.

»Nicht nur die Zahl, sondern vor allem auch die Qualität der eingereichten Projekte ist im Vergleich zum letzten Jahr nochmals deutlich angestiegen ist. Es geht dabei gar nicht immer um die Frage, wie zeit- oder kostenaufwändig ein Projekt ist. Entscheidend ist vor allem eine gute Idee. Und die Ideen waren einfach super.«, so LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher.