Bildung wird großgeschrieben!

Geschrieben von Malena Schulte-Spechtel (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 30. September 2013 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2013/09/bildung-wird-grossgeschrieben/>
Abgerufen am 24. November 2017 um 01:15 Uhr

Das Thema Bildung, sowohl schulische als auch außerschulische, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ziel ist es Kinder und Jugendliche entsprechend ihrer individuellen Talente stärker zu fördern. Um dies zu erreichen wurden und werden bundesweit »regionale (kommunale) Bildungslandschaften« ins Leben gerufen. Hierbei geht es um eine stärkere Vernetzung von Bildungsanbietern. Kreisfreie Städte, Landkreise, Kommunen, Schulen und andere Bildungsträger werden aufgerufen enger zusammen zu arbeiten.

In Bayern hat das Ministerium für Unterricht und Kultus die Initiative »Bildungsregionen in Bayern« entwickelt. Diese soll Landkreise und kreisfreie Städte darin unterstützen in einem strukturierten Rahmen ihre Bildungsqualität vor Ort zu verbessern. Entschließt sich ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an der Initiative teilzunehmen können sie sich beim Staatsministerium für Unterricht und Kultus formlos bewerben. In anschließenden Dialogforen und Arbeitskreisen sollen Lösungen und Wege für mehr Bildungsqualität in der jeweiligen Region gefunden werden. Beteiligt werden können alle, die etwas mit Bildung zu tun haben. Von Kindergärten, Schulen und Ausbildungsbetrieben, außerschulischen Bildungsträgern, bis zu Trägern der Erwachsenenbildung. Während des gesamten Prozesses können sich die Kommunen Unterstützung bei der neu eingerichteten Konferenz der Schulaufsicht und bei eigens bestellten Koordinatoren holen. Inhaltlich stehen fünf Handlungsfelder im Mittelpunkt. Zum einen sollen die Übergänge zwischen verschiedenen Einrichtungen fließender gestaltet werden (z.B. vom Kindergarten in die Schule, oder von Schule in Ausbildungsunternehmen). Zum anderen geht es auch darum Schule und außerschulische Bildungsangebote besser zu vernetzten. Des Weiteren will man jungen Menschen in schwierigen Situationen helfen und die Bürgergesellschaft stärken (d.h. beispielsweise Schule und Jugendarbeit enger zu verbinden und mehr generationsübergreifende Strukturen zu schaffen). Schließlich soll der demographische Wandel produktiv gestaltet werden. Nach Prüfung der jeweiligen Konzepte und der Umsetzungsschritte verleiht das Ministerium am Ende des Prozesses auf Antrag das Gütesiegel »Bildungsregion in Bayern«.

Momentan haben sich schon 19 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern an dieser Initiative beteiligt. Dazu gehören in Schwaben die Stadt Kempten, der Landkreis Neu-Ulm, die Stadt Kaufbeuren, der Landkreis Donau-Ries, sowie der Landkreis Ostallgäu