Netzwerktag der Politischen Bildung Schwaben

Geschrieben von Julia Poweleit (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 31. Oktober 2017 unter <http://www.politische-bildung-schwaben.net/2017/10/netzwerktag-der-politischen-bildung-schwaben/>
Abgerufen am 23. Januar 2018 um 05:15 Uhr

Plenum 4 (C) Bezirksjugendring Schwaben

Es war das erste Mal, dass ich auf einen Netzwerktag der Politischen Bildung Schwaben gegangen bin. Extra aus München angereist, kam ich um 9:45 Uhr im Augustana Saal (Augsburg) an. Um zur Tagung zu gelangen, bin ich in den ersten Stock des Gebäudes hoch gelaufen. Dort bekam ich als erstes mein Namensschild. Auf dem Stand: „Omar Abdelkader (Politische Bildung Schwaben)“.

Dann kam ich in den Tagungsraum, indem mir zuallererst die vielen Stellwände, Tische und Stühle, dann die bunten Plakate und diverse Materialien, wie Broschüren, Buttons und Accessoires aufgefallen sind.

Das diesjährige Motto des Netzwerktages war: Gemeinsam Haltung Zeigen!

Die Veranstaltung, so hieß es in der Einladung, richtete sich an alle Aktiven aus dem Feld Politische Jugendbildung in Schwaben, darunter Jugendverbände, Jugendringe, Jugendpfleger*innen, Jugendbeauftragte, Bildungsstätten/-werke, (jugend-)politisch Aktive, Schulen, öffentliche/kirchliche Institutionen.

Auf dem sogenannten Markt der Möglichkeiten waren Vertreter*Innen von diversen Verbänden, wie Projektcafé/Jugendforum Donauwörth, DGB-Jugend, ufuq.de, das Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage Netzwerk Schwaben, Freilig, Anruf nach Berlin, Grandhotel Cosmopolis, Lokale Agenda 21, Argumentationstraining gegen Stammtischparolen, etc. mit einem Stand dabei.

Der offizielle Teil begann um 10 Uhr mit einer Vorstellungsrunde der verschiedenen Teilnehmer*innen.

Anschließend gab Lorenz Semmler, Referent der Politischen Bildung Schwaben und Initiator der Tagung, einen umfassenden Überblick darüber, wie die verschiedenen Verbände im Bezirk Schwaben angesiedelt und miteinander vernetzt sind.

 

Bis zum Mittag dann haben verschiedene Gruppen in einem Open Space Verfahren die Möglichkeit gehabt sich inhaltlich mit der Frage um die Aufgabe von Politischer Bildung in der heutigen Zeit auseinanderzusetzen.

Dabei ging es einerseits um die Frage, wie Politik für Jugendliche thematisch und praktisch  gestaltet werden könne. Andere beschäftigten sich, angesichts der Ergebnisse der Bundestagswahl und dem Einzug der Alternative für Deutschland (AfD) in den Bundestag, mit den Herausforderungen und den Aufgaben der heutigen Demokratie.

Durch das Open Space Verfahren haben die Akteure in einer Diskussion die Freiheit gehabt, sich von einem Thementisch zum nächsten zu bewegen oder sich dem umfassenden Infomaterial der Stände zu widmen. Die Ergebnisse der einzelnen Themenkreise wurden auf einem Flip-Chart festgehalten.

Während der Mittagspause gegen 13 Uhr rückte, neben dem Essen, der Markt der Möglichkeiten in den Fokus. Das lief so ab, dass die Vertreter*innen der Verbände sich nacheinander vorgestellt haben. Darunter waren Gewerkschaften, Schulsozialarbeiter*innen und verschiedene Verbände für Politische Bildung, Argumentationstraining und Jugendorganisationen der unterschiedlichen Parteien anwesend. Die Idee des Marktes der Möglichkeiten implizierte, dass aufgrund der Auseinandersetzungen mit den Vereinen und deren Funktionen, den Zuhörer*innen zukünftige Ansprechpartner*innen für mögliche gemeinsame Projekte, Workshops und anderweitige Unterstützungen vorgestellt wurden. Dabei kann der Bezirksjugendring Schwaben als Vermittler agieren.

Zu dieser Erkenntnis kam auch die Mehrheit der Teilnehmer*innen in der Abschlussrunde der Tagung.

Zusätzlich wurden noch die Ergebnisse der Diskussionen vom Vormittag vorgestellt.

Man war sich einig, dass die Aufgabe von Jugendverbänden darin liegt, junge Menschen an den Schulen und in den Jugendeinrichtungen für Politik zu begeistern, indem man sie aktiv teilnehmen lässt und sich mehr mit den Themen der Jugendlichen auseinandersetzt.

 

Dies gelingt zum Beispiel, indem man sie in die Kommunalpolitik mit einbezieht und den Dialog zwischen Ihnen und Politikern ermöglicht. Themen wie Populismus, soziale Sicherheit und Europa sollten dabei eine zentrale Rolle spielen.

Gegen 16 Uhr beendete Lorenz dann den offiziellen Teil der Veranstaltung, wohl wissend, dass der Tag für die Anwesenden eine Bereicherung war.