Erfolgreiche Netzwerke – Vortrag und Workshop an der Universität Augsburg

Geschrieben von Helme Burch (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 8. August 2005 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2005/08/erfolgreiche-netzwerke-vortrag-und-workshop-an-der-universitat-augsburg/>
Abgerufen am 21. Januar 2022 um 15:02 Uhr

Am 9. Juli 2004 veranstaltete das Forum politische Bildung in Schwaben an der Universität Augsburg einen Vortrag von Prof. Dr. Egon Endres zum Thema Netzwerke. Im Anschluss fand ein Workshop zur Vernetzung der politischen Bildung in Schwaben statt.

Der Vortrag: Was sind Netzwerke?

Am 9. Juli 2004 ab neun Uhr waren alle Mitglieder und Interessierten am Projekt politische Bildung Schwaben eingeladen, sich über das Thema Netzwerke zu informieren und in einem anschließenden Workshop eigene Ideen für eine konkrete Vernetzung zu spinnen.

Nach einleitenden Worten von Prof. Dr. Hildegard Macha , Dr. Christian Boeser (beide Universität Augsburg) und Prof. Dr. Gerhard Kral (Katholische Stiftungsfachhochschule München, abt. Benediktbeuern) hatten die Anwesenden Gelegenheit, sich mit der Theorie der Netzwerkbildung auseinanderzusetzen.

Prof. Dr. Egon Endres von der KSFH München, abt. Benediktbeuern ist Experte für Netzwerkbildung in der Industrie und im Non – Profit – Bereich. Sein Vortrag lieferte den Teilnehmern wichtige Informationen rund um das Thema Vernetzung.Was sind Netzwerke?, Was macht Vernetzung attraktiv?, Welche Erfolgsfaktoren von Netzwerken gibt es?, Prof. Dr. Endres beantwortete all diese Fragen anschaulich und nachhaltig.

Ein wichtiges Ergebnis: In Netzwerken müssen “win – win” – Situationen entstehen. Nur wenn alle Beteiligten in gleicher Weise von der Vernetzung profitieren können, wird diese erfolgreich. Vernetzung, so Endres, wird dadurch attraktiv, dass gemeinsam vorhandene Ressourcen genützt werden und somit Synergieeffekte entstehen können.

Workshop Teil 1: Ziele und Visionen

Im sich anschließenden Workshop ging es darum, das Gehörte praktisch umzusetzen, um das konkrete Netzwerk der politischen Bildung in Schwaben optimal auszubauen und zu nutzen.

Im ersten Teil des Workshops waren alle Teilnehmer aufgefordert, ihre persönlichen Anforderungen und Wünsche an die Vernetzung politischer Bildung in Schwaben zu artikulieren. Eine Fülle an Ideen und Visionen wurde entwickelt. Ein Hauptanliegen vieler Beteiligter ist es, durch das Netzwerk gezieltKooperation und Austausch zu ermöglichen. Sowohl Experten der politischen Bildung als auch Nutzern dieser Angebote soll es möglich werden, zusammenzuarbeiten und Erfahrungen und Kompetenzen auszutauschen.

Weiterhin zeigte sich, dass ein starker Wunsch besteht, gerade für Schulen, Schüler und Lehrer präsent zu sein, um auf diese Weise die politische Bildung in den Schulen optimieren zu können. Darüber hinaus soll das Netzwerk das Bewusstsein wecken, dass Politik jeden etwas angeht, und besonders JugendlichenPartizipationsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wichtig erscheint es auch, mit Hilfe des Netzwerkes “Gelbe Seiten” der politischen Bildung zu entwickeln, und so eine vielseitige, greifbare Angebotspalette für Jedermann zu schaffen.


Die folgenden Wünsche und Visionen an das Netzwerk politische Bildung Schwaben formulierten die Teilnehmer des Workshops:

  • Präsent sein für Schulen, Schüler und Lehrer
  • Institutionengrenzen überwinden
  • Engagement in der politischen Bildung vernetzen
  • Inhaltlich gut und arbeitserleichternd sein
  • Austausch und Kooperation ermöglichen
  • Zusammenarbeit und Synergien auf schwäbischer Ebene verbessern
  • Gezielte Kooperation ermöglichen
  • Nachhaltige Vernetzung in der politischen BIldung möglcih machen
  • Neues hervorbringen
  • “Gelbe Seiten” der politischen Bildung entwickeln
  • Eine sinnvolle und kommentierte Linkliste anbieten
  • Offen und flexibel sein
  • Zu einer “Börse” mit hohem Bekanntheitsgrad werden
  • Den Bereich politische Bildung bekannt machen
  • Angebote der politischen Bildung “findbar” machen
  • Transparent sein
  • Angebote sichten und verbreiten, um Jugendliche zur Beteiligung zu qualifizieren
  • Reflexion ermöglichen
  • Eine “Mission” des Netzwerkes entwickeln: Marketing- und handlungsorientiert
  • Ein Bewusstsein wecken: Politik geht mich an
  • Viele Schüler und Jugendliche erreichen
  • Eine etablierte Kooperation mit Augsburger Schulen anstreben
  • Nützlich sein
  • Kooperation von Experten zu gemeinsamen Themen ermöglichen
  • Beitragen zur Weiterentwicklung der politischen Bildung

Workshop Teil 2: Projekte, Projekte, Projekte

In einem zweiten Workshopschritt wurde es dann ganz konkret. Die Teilnehmer entwickelten und sammelten Einzelprojekte, die das Netzwerk politische Bildung in Schwaben in nächster Zeit verwirklichen soll.


Prof. Dr. Egon Endres moderierte den Workshopteil

Ein Komplex an Projekten richtet sich gezielt an Lehrer schwäbischer Schulen. Um das Netzwerk und seine Ziele bekannt zu machen, sollen zunächstInformationen für Sozialkundelehrer an Gymnasien bereitgestellt werden. Weiterhin ist ein Fortbildungswochenende für Lehrer über das Netzwerk geplant und auf der Homepage des Projekts politische Bildung in Schwaben sollen vermehrt Schulprojekte zum Thema vorgestellt werden.

Deutlich wurde auch, dass Projekte, die sich direkt an Schüler wenden, etabliert werden sollen. Aus diesem Grund werden zwei bereits erfolgreich durchgeführteSchulprojekte weitergeführt: Das Programm Achtung (+) Toleranz, sowie das Planspiel Europa. In einem zweiten Schritt entstand dann die Idee, Schüler zu Multiplikatoren auszubilden, die dann diese oder ähnliche Projekte an ihre Mitschüler weitergeben können.

Birgit Sichelstiel und Gertrud Rieger-Beck bei der Vorstellung der Augsburger Achtung (+) Toleranz Projekte

Ein dritter Bereich von Projekten dreht sich um die Zusammenarbeit von Schulen, Lehrern, Schülern und Kommunen. Hierbei soll Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, inortsbezogenen Gemeinschaftsprojekten ihre Kommunen und kommunale Partizipationsmöglichkeiten kennen zu lernen.

Projekt Verantwortliche
Information &
uuml;ber das Netzwerk Politische Bildung bei den Sozialkundelehrern an Gymnasien
F. Multrus, Ch. Boeser, H. Burch
Fortbildung zum Thema Internet & Netzwerke für Sozialkundelehrer in Schwaben G. Rieger- Beck, F. Multrus, W. Dumberger- Babiel
Vorstellung von Schulprojekten auf der Homepage F. Multrus, A. Bärnreuther
Weiterführung der Schulprojekte Achtung (+) Toleranz und Planspiel Europa G. Rieger- Beck, V. Neuburger
Angebote für SchülerInnen als Multiplikatoren G. Rieger- Beck, V. Neuburger
Workshop zu Mission Zielgruppen und Maßnahmen M. Schimmel, Ch. Boeser, W. Dumberger- Babiel, G. Kral
Modellprojekt für Augsburg: School and the City Ch. Boeser, H. Burch, W. Fänderl, G. Schröer
Ortsbezogenes Gemeinschaftsprojekt W. Dumberger- Babiel, G. Kral
Virtuelles Dorf von Bildungseinrichtungen A. Bärnreuther

Um all diese Ideen verwirklichen zu können, benötigt man Mitstreiter; und dank der Bereitschaft aller Teilnehmer ist dies auch gelungen.

Somit war der Tag eine gelungene Gelegenheit, sich von Prof. Dr. Endres fachkundig über Netzwerke informieren zu lassen, im Workshop neue Ideen und Ziele für das Netzwerk politische Bildung in Schwaben zu entwickeln und ein erfolgreich werdendes Netzwerk einmal live zu erleben.

download_ico.gifHier können Sie auch die Powerpoint-Präsentationen zum Vortrag ansehen / herunterladen.

ppt_ico.gifErfolgsfaktoren von Netzwerken
(Präsentation online ansehen (http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/download/ppt/2004_endre_001 NULL.htm) – Microsoft Internet Explorer 5.5 empfohlen)

ppt_ico.gifWas sind Netzwerke? Was macht Vernetzung attraktiv?
(Präsentation online ansehen (http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/download/ppt/2004_endre_002 NULL.htm) – Microsoft Internet Explorer 5.5 empfohlen)

pdf_ico.gifErfolgsfaktoren von Netzwerken
(PDF Herunterladen (http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/wp-content/uploads/2005/08/2004_netzwerke_001 NULL.pdf) – zum Lesen benötigen Sie den Adobe Reader)

pdf_ico.gifWas sind Netzwerke? Was macht Vernetzung attraktiv?
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