Communities und Netzwerke. Bericht vom Jour Fixe am 7. Februar 2007

Geschrieben von Miriam Apffelstaedt (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 27. Februar 2007 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2007/02/communities-und-netzwerke-bericht-vom-jour-fixe-am-7-februar-2007/>
Abgerufen am 21. Januar 2022 um 14:21 Uhr

logo_3_klein_web_copy.gifFrau Susanne Thoma, Diplom-Politologin, reflektierte über die Merkmale und unterschiedlichen Varianten von Communities. Zudem gab sie einen Einblick, wie sich diese erfolgreich gestalten lassen und welches Design und Management sich zum Aufbau und zur Pflege von Communities eignen.

Community-Formen:

Communities nutzen das virtuelle Netz als Medium zur Kommunikation. Zu unterscheiden sind dabei Communities of Interest, Communities of Relationship, Communities of Fantasy und Communities der Leistungserstellung. Personen, die sich in diesen Communities bewegen, tragen unterschiedliche Rollen, die sich in Visitors, Newbees, Regulars, Leaders und Elders unterteilen lassen. Als Unterscheidungsmerkmal dient hier der Grad der Erfahrung und des Engagements in der Gemeinschaft.

Erfolgsfaktoren:

Für den Erfolg einer Community ist es wichtig, dass die Mitglieder bereit sind, sich auf Neues einzulassen. Ebenfalls müssen gemeinsame Ziele und Visionen geteilt werden und Vertrauen unter den Mitgliedern vorhanden sein. Nur wenn ein Win-Win-Prinzip vorherrscht, also alle Teilnehmer der Community profitieren, sind der Aufbau und der Fortbestand der Gemeinschaft gewährleistet. Hinzu kommt die Notwendigkeit der regelmäßigen Kontaktpflege.

Schwierigkeiten:

Schwierigkeiten können sich ergeben, wenn Macht und Hierarchie in der Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Zudem können ein hoher Zeitaufwand, ein hoher Abstimmungsbedarf und der Mangel an Kontinuität zu Problemen führen. Auch spezielle Fallstricke des Internets müssen bedacht werden: Um in einer virtuellen Community aktiv zu werden, ist ein gewisses Maß an Medienkomptenz, also im Umgang mit den neuen Medien, Voraussetzung. Zu bedenken ist ebenfalls, ob die Zielgruppe über die erforderliche technische Ausstattung verfügt. Zudem braucht die Online-Kommunikation einen gemeinsamen Verhaltenscodex, z.B. wie Personen per E-Mail angesprochen werden sollen. Zudem kritisierte Frau Thoma das Fehlen einer Gender-Perspektive im Online-Bereich.

Open Source Anwendungen:

Im Anschluss wurden verschiedene Open Source Anwendungen vorgestellt. Von besonderer Bedeutung, aus Sicht von Fr. Thoma, ist hierbei das “Wiki”. Ein Wiki ist eine im World Wide Web verfügbare Seitensammlung, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online geändert und ergänzt werden kann. Mit Hilfe von “Wikis” kann das Team auch ohne Face-to-Face-Kommunikation planen.

Diskussion: Wie können Mitglieder gewonnen werden?

In der anschließenden Diskussion wurde darüber diskutiert, wie aktive Mitglieder für eine Community gewonnen werden können. Vor allem niedrigschwellige Angebote, wie das Kommentieren von Beiträgen, wurden hier als Möglichkeit aufgezeigt.

Der nächste Jour Fixe findet am 4. April 2007 statt.

Homepage von Fr. Susanne Thoma www.politikmanagement-online.de (http://www NULL.politikmanagement-online NULL.de)