Interview mit Renate Deniffel, Jugendbeauftragter des Bezirks Schwaben

Geschrieben von Birgit Moser (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 30. Juli 2009 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2009/07/interview-mit-renate-deniffel-jugendbeauftragter-des-bezirks-schwaben/>
Abgerufen am 9. April 2020 um 09:41 Uhr

foto_fr._deniffel.jpg (http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/2009/07/interview-mit-renate-deniffel-jugendbeauftragter-des-bezirks-schwaben/)1. Im letzten Jahr wurden Sie vom Bezirkstag von Schwaben zur Jugendbeauftragten bestellt. Welche Aufgaben nehmen Sie in dieser Funktion wahr?

Als Jugendbeauftragte habe ich die Aufgabe, Bindeglied zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Bezirksjugendring (BezJR) zu sein. Kontakt halten zur Vorstandschaft des Bezirksjugendrings und die Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer und dem Leiter der Jubi in Babenhausen sind hier besonders zu nennen. Werden Themen im Bezirkstag behandelt, die die Jugend betreffen, beziehe ich den BezJR mit ein.

2. Ein wichtiges Gremium für Ihre Arbeit ist der Jugendausschuss des Bezirks. Welche Vertreter(innen) arbeiten hier zusammen? Welche Themen werden dort z. Zt. behandelt?

Der Jugendausschuss ist mit Vertretern aus der Politik sowie mit Jugendfragen befassten Persönlichkeiten als beratende Mitglieder besetzt. Hinzu kommen Mitarbeiter(innen) aus der Bezirksverwaltung, je nach Thema.

Aus der Politik:

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert

  • Renate Deniffel, Sissi Veit-Wiedemann, Alfons Weber (CSU)
  • Petra Beer (SPD)
  • Kirsi Hofmeister-Streit (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler)

Beratende Mitglieder aus dem Bezirksjugendring:

  • BezJR-Vorsitzender Manfred Gahler
  • Michaela Regele
  • Gerwin Reichart
  • Iris Wund

Aktuelle Themen sind die Besetzung der Stelle der Medienfachberatung in Schwaben sowie die energetische Sanierung der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen.

3. Für Ihre Arbeit ist der Bezirksjugendring ein wichtiger Partner. In welchen Bereichen kooperieren Sie mit dem Bezirksjugendring? Welche Bedeutung hat für Sie das Projekt “Politische Bildung in Schwaben”?

Ganz besonders kooperiere ich derzeit mit dem BezJR beim Thema Politische Bildung. Vom Projekt “Bezirk Schwaben erleben” bin ich begeistert und zutiefst von dessen Sinnhaftigkeit überzeugt. Jungen Menschen Politik erlebbar zu machen, ist ein tolles Konzept. Auf diesem Wege Jugendliche für Politik zu interessieren, ihnen aufzeigen was bewirkt werden kann und sie zum aktiven Mitmachen zu gewinnen, sehe ich als große Chance für die Zukunft.

4. In Ihrer noch kurzen Amtszeit haben Sie schon einige Initiativen entwickelt. So haben Sie z. B. beim Verband der Bezirke angeregt, einen “Ak Jugendbeauftragte” ins Leben zu rufen. Was ist daraus geworden?

Das erste Treffen hat bereits stattgefunden bei dem wir uns darauf verständigt haben, zunächst zwei Themen besonders voranzutreiben. Dies sind die Politische Bildung und die integrative Jugendkulturarbeit. Am 17. September treffen sich die Jugendbeauftragten der Bayerischen Bezirke erneut. Winfried Dumberger-Babiel, Geschäftsführer des Bezirksjugendrings Schwaben und Mitinitiator des Bausteins “Bezirk Schwaben erleben” und die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit vom Bezirk Schwaben, Frau Andrea Perschl, werden das in Schwaben so erfolgreiche Projekt dort vorstellen. Mit eingeladen ist der zuständige Referent im Kultusministerium. Mein Wunsch ist es, dass auf der Grundlage dieses Konzepts möglichst viele Jugendliche in Bayern erreicht werden, und die Politische Bildung in dieser Form in den bayerischen Lehrplan aufgenommen wird.

5. Was sind andere aktuelle Anliegen und Initiativen von Ihnen?

Verschiedene Formen und Möglichkeiten für die Begegnung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung zu schaffen sowie weitere Schularten wie FOS oder BOS “Sozial” für die politische Bildung zu interessieren und am Projekt “Bezirk Schwaben erleben” teilzunehmen, da der Bezirk in diesem Bereich auch viele Ausbildungsberufe anbietet und einer der größten Arbeitgeber in Schwaben ist, und die Jugendlichen somit einen doppelten Nutzen für sich haben können.

6. Z. Zt. wird die hauptamtliche Medienfachberatung für den Bereich Schwaben installiert. Welche Schwerpunktbereiche werden hier bearbeitet? Wo ist diese Stelle angesiedelt?

Die Stelle der Medienfachberatung wurde bereits ausgeschrieben, so dass im Herbst mit dem Angebot begonnen wird. Themenschwerpunkte sind die aktive Medienarbeit mit Gruppen, die Schulung von Mulitplikatoren sowie verschiedene Angebote zur Prävention. Angesiedelt ist diese Stelle beim Bezirk Schwaben jedoch mit enger Kooperation mit dem Bezirksjugendring.

7. Der Bezirk ist der Bauträger der Jubi Babenhausen, der Bezirksjugendring ist für den Betrieb zuständig. Nach über zwanzigjährigem Betrieb laufen dort in nächster Zeit einige Sanierungsmaßnahmen an. Um welche Maßnahmen handelt es sich hier?

Das Übernachtungshaus, das Seminarhaus sowie das Mitarbeiterwohnhaus werden energetisch saniert, mit der Förderung aus dem Konjunkturpaket II. Im Jugendausschuss wurde auch beschlossen, bei den Planungen der Heizungsanlage auch eine Turnhalle zu berücksichtigen. D. h. es darf immer noch gehofft werden, dass in Zukunft die Jubi doch noch eine Turnhalle bekommt. Wann, ist allerdings noch völlig offen!


Zur Person:

Renate Deniffel

  • 1969 geboren, in Kempten/Allgäu
  • wohnhaft in Wildpoldsried
  • verheiratet, 3 Kinder
  • Hausfrau, gelernte Industriefachwirtin
  • Bezirksrätin
  • Jugendbeauftragte des Bezirks Schwaben
  • Kreisrätin im Oberallgäu
  • Stellv. Kreisvorsitzende der CSU Oberallgäu
  • Pfarrgemeinderätin

weitere Informationen unter: http://www.bezirk-schwaben.de/index.php?id=716