Die Katholische Stiftungsfachhochschule München – ein Ort der Forschung?

Geschrieben von Bernadette Berndt (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 30. Juni 2011 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2011/06/die-katholische-stiftungsfachhochschule-munchen-ein-ort-der-forschung/>
Abgerufen am 18. Juni 2019 um 13:48 Uhr

Quelle: Allianz Umweltstiftung

Forschung ist, neben der Lehre, an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München (KSFH) ein zentrales Tätigkeitsfeld. Im Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (if) der Hochschule wird an verschieden Themen geforscht, beispielsweise „Elternstudie: Eltern – Lehrer – Schulkultur“.

Die Katholische Stiftungsfachhochschule bietet an ihren zwei Standorten Benediktbeuern und München verschiedene Studiengänge an. Der Fokus liegt auf der Lehre in Sozialberufen, weshalb eine große Bandbreite an Studiengängen angeboten wird, zum Beispiel Soziale Arbeit, Pflegemanagement und Pflegepädagogik als Bachelorstudium oder Angewandte Bildungswissenschaften und Management von Sozial- und Gesundheitsbetrieben als konsekutiver Masterstudiengang.

Forschung an der KSFH

Die Hochschule verfügt über einen hervorragenden Ruf in der Praxis, die Praxis wird in der Regel von universitärer Forschung ergänzt. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung ist Forschung an Universitäten angesiedelt. Die Forschung ist, neben der Lehre, ein weiteres Tätigkeitsfeld der KSFH, die am Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (if) angesiedelt ist. So wurde beispielsweise 2008 von Prof. Dr. Gerhard Kral ein „Gutachten zum Wert des Bürgerschaftlichen Engagement in Bayern“ veröffentlicht.

Das Forschungsprojekt „Elternstudie: Eltern – Lehrer – Schulkultur“

Derzeit wird am Standort Benediktbeuern zum Thema „Elternstudie: Eltern – Lehrer – Schulkultur“ unter der Leitung von Prof. Dr. Carsten Wippermann geforscht.

Das Forschungsteam um den Soziologen Wippermann will dabei herausfinden, was Schulerfolg und Schulkultur für Eltern- und Lehrerschaft bedeutet. Berücksichtigt werden bei der qualitativ angelegten Studie zum einen die Geschlechterperspektive sowie die sozialen Milieus. Ein weiteres Augenmerk wird auf die Herkunft der Eltern gelegt, so werden neben deutschstämmigen Eltern auch die zwei größten Einwanderergruppen Deutschlands befragt: Migranten aus der Türkei und Spätaussiedler. Im Blickwinkel des Forschungsteams steht neben genannten Gruppen ebenso die Lehrerschaft.

Es gibt Beobachtungen, dass schulische Aufgaben mehr und mehr ins Elternhaus verlagert werden, ebenso, dass Schule oftmals zu einem die Familie dominierendem Thema wird. Die Studie zielt darauf ab, die Wirklichkeit der Lehrer- und Elternschaft abzubilden, um den politischen Handlungsbedarf zu bestimmen ins Bewußtsein zu rücken. Ebenso erwünschter Effekt ist es, Eltern- und Lehrerschaft zu einem Dialog zu motivieren. Damit ist diese Studie nicht im Kontext konventioneller Familien- oder Bildungsforschung einzuordnen.

Rahmenbedingungen der Studie

Dieses Forschungsprojekt ist eine Anschlussstudie an „Eltern unter Druck“, die 2007 vom Sinusinstitut durchgeführt wurde.

Auftraggeber ist die Konrad-Adenauer-Stiftung, sowie die Abteilung Gleichstellung des BMSFJ (Bundesministerium für Soziales, Frauen und Jugend).Als Herausgeber der auf zwölf Monate angelegten Studie wird das Forschungsteam, bestehend aus Katja Wippermann, Dr. Andreas Kirchner und Daniel Meier, fungieren. Erste Ergebnisse werden im Herbst erwartet.

Wenn Sie mehr über die Studie erfahren möchten klicken sie bitte hier (http://www NULL.ksfh NULL.de/forschung/laufende-projekte#Elternstudie)