Spekulation mit Nahrungsmitteln? Was steckt dahinter?

Geschrieben von Jürgen Quest, Dirk Tabellion (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 31. Januar 2012 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2012/01/spekulation-mit-nahrungsmitteln-was-steckt-dahinter/>
Abgerufen am 22. Juli 2019 um 14:45 Uhr

Am 16. November 2011 wurde im WDR-Fernsehen, unter der Überschrift „Zockern auf der Spur“,  berichtet, dass sich für das Frühjahr 2012 in der westlichen Sahelzone eine gravierende Lebensmittelknappheit abzeichnet, wobei zum gleichen Zeitpunkt die Hungerkrise in Somalia noch nicht als beendet anzusehen war. Die Ernten waren schlecht, die Menschen müssen Nahrungsmittel kaufen, doch die ständig nach oben schnellenden Preise können sie oft nicht bezahlen.
Dies sind nur zwei Beispiele, jedoch hungern nach Angaben der Vereinten Nationen weltweit eine Milliarde Menschen, so viele wie nie zuvor. Für die extremen Preisschübe bei Lebensmitteln macht die Organisation „Food Watch“ vor allem Großbanken verantwortlich, die immer mehr Geld in Wetten auf Grundnahrungsmittel stecken.
So, oder so ähnlich ist fast jeder von uns mit diesem Problemkreis schon einmal in Berührung gekommen. Manche mögen sich gefragt haben, wie geht das eigentlich mit dem Zocken? Ist das wahr, was den Banken vorgeworfen wird? Sind es nur die Banken oder spielen andere Einflussfaktoren auch eine Rolle?

 

Wir haben uns mit dem Diplom-Kaufmann Jürgen Quest, Geschäftsführer der Quest-Captive-Consulting GmbH,  einem Profi auf dem Gebiet der Finanzen unterhalten und er nahm uns mit auf eine kleine Reise:

(http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/2012/01/spekulation-mit-nahrungsmitteln-was-steckt-dahinter/boerse_01_kmj/)Verehrte Leser und verehrte Leserinnen,

wenn Sie gerne ein kleines bisschen mehr über diese Fragestellungen erfahren möchten dann folgen Sie mir auf einem „geteerten Touristenpfad“, ohne Risiko und nasse Füße, durch den Dschungel der Swaps, Futures, Puts, Calls, Leerverkäufe und wie die

Finanzderivate alle heißen mögen. Aber keine Angst  – der Dschungel sieht nur von außen so furchteinflößend aus, kommen Sie ruhig mit, ich weiß schon was ich Ihnen zumuten kann. Generell sei betont, dass die genannten Faktoren in keinem der folgenden Absätze einen Anspruch auf vollständige Aufzählung aller relevanten Faktoren erheben.

Um welche Lebensmittel geht es?

Im ersten Absatz habe ich die Begriffe  „Lebensmittel“, „Nahrungsmittel“ und „Grundnahrungsmittel“ bewusst durcheinander gewürfelt, da dies in der öffentlichen Debatte häufig ebenso geschieht. Auch ohne hier langweilige Definitionen der oben genannten Begriffe aufzulisten, ist jedem klar, dass beispielsweise hochwertiges Rindfleisch gewiss ein Lebens- oder Nahrungsmittel ist, aber wahrscheinlich kein Grundnahrungsmittel.
Ebenso wie ein Verdurstender das Wort „Wasser“ stammelt und nicht „Champagner“, verlangt es einen Hungernden nach Weizen, Mais und ggf. Reis und nicht in erster Linie nach Rinderfilet. Daher scheint es mir sinnvoll, die weitere Debatte auf die Grundnahrungsmittel (Agrarrohstoffe) Weizen und Mais zu konzentrieren.
Welche Faktoren beeinflussen die Preisentwicklung von Weizen und Mais?
Wenn wir für den Augenblick die spekulativen Einflüsse der Finanzderivate außer Acht lassen, dann werden Preise nach alter und immer noch gängiger Theorie von Angebot und Nachfrage bestimmt. Kurz und vereinfacht gesagt: steigt die Nachfrage, steigt auch der Preis, fällt hingegen die Nachfrage, fällt ebenso der Preis.
Es scheint daher sinnvoll, einen kurzen Blick auf die „Treiber“ (Treiber sind Einflussfaktoren, die den Preis entweder nach oben oder nach unten treiben) von Angebot und Nachfrage zu werfen.

Das Angebot von Weizen und Mais

Abgesehen von staatlicher Subventionspolitik, die in den westlichen Industrienationen eine wesentliche Rolle spielt, sind es nach wie vor klimatische Einflüsse, die über gute oder schlechte Ernten entscheiden, bis hin zur völligen Vernichtung durch Katastrophen wie Überschwemmungen, Schlammlawinen, Stürme, Hagel, Vulkanausbrüche und ähnliches. Unter globalen Gesichtspunkten wäre hier noch auf mögliche Gewinnung respektive den Verlust von Ackerland durch Trockenheit, Versteppung ganzer Landschaften oder Ausdehnung der Wüsten als mögliche Folge des Klimawandels hinzuweisen.
Gerade für arme Länder, die nur wenig Mittel zur Verfügung haben, um sich auf den Weltmärkten Weizen und Mais zu beschaffen, führen Missernten im eigenen Lande, wie oben bereits angesprochen, zu ernsthaften Versorgungsengpässen. Der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, dass das Angebot natürlich auch von den Einstandskosten für Saatgut, Diesel und Dünger sowie von den erzielbaren Preisen auf den Absatzmärkten beeinflusst wird.

Die Nachfrage nach Weizen und Mais

Anders als die armen Länder brauchen die Industrienationen Weizen und Mais nicht ausschließlich, um Brot oder Mais-Tortillas zu backen, sondern auch, um Tiere zu mästen und Bio-Sprit herzustellen. So schrieb Welt Online im April dieses Jahres, dass mit jeder 50-Liter-Tankfüllung des Bio-Benzins E10 15 Kilogramm Getreide in den Tank fließen, was in Deutschland in 2011 zu einer 3-Prozent-Verteuerung bei Lebensmitteln führen könnte. Der Trend nach Bio-Sprit  hat jedoch nicht nur die reichen Industrienationen erfasst,  sondern auch sogenannte „Schwellenländer“ (Schwellenländer sind z.B. China und Indien) erreicht, die sozusagen an der Schwelle zur Industrienation stehen. Ganz generell kann man sagen, dass in diesen Ländern mit zunehmendem Wohlstand auch der Appetit auf Weizen gestiegen ist, so dass sich die Nachfrage nach Weizen dort tendenziell noch verstärken dürfte. Aber nicht nur Sprit, Nudeln und Brot verbrauchen Getreide, sondern auch der Appetit auf Fleisch. Weltweit werden etwa 600 Millionen Tonnen Getreide an Vieh, vorwiegend an Rinder, verfüttert. Würde man die Getreideproduktion der Welt stattdessen dazu verwenden, die Menschen zu nähren, würden davon mehr als eine Milliarde Erdbewohner satt werden.
Es gibt also Nachfrageelemente, die den Preis von Weizen und Mais nach oben treiben, was bei uns vielleicht ein bisschen ärgerlich ist, wenn sich Fleisch, Brot, Geflügel, Bier und Sprit etwas verteuern. Existenzielle Nöte jedoch sind bei uns kaum zu erkennen. Ganz anders sieht das in armen Ländern aus, wo die Menschen etwa 80 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Nahrungsmittel aufwenden müssen und Preisschübe nicht ohne weiteres mitmachen können.

Aber nun endlich zur Frage der Einflüsse von „Wetten auf Grundnahrungsmittel“ durch Banken und andere Finanzdienstleister, die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen. Der Report „Die Hungermacher“ der Organisation Food Watch kommt zum Ergebnis: „Die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen treibt die Nahrungsmittelpreise in die Höhe. Investmentbanken wie Deutsche Bank und Goldmann-Sachs sowie die Verwalter von Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen machen sich dadurch mitschuldig an Hungersnöten in den ärmsten Ländern der Welt. Sie investieren Geld, dass Menschen für Ihre Altersversorgung sparen oder für gemeinnützige Zwecke stiften, in Wetten auf Preise für Mais, Weizen und andere Nahrungsmittel.“

Wie geht das?

Die Rohstoff-Futures

Die Geschichte des Futures beginnt bereits im antiken Griechenland und das ging so: Ein Bauer wollte seinen Weizen, den er erst im Juli ernten wird, bereits im Februar verkaufen, obwohl er ihn im Februar noch gar nicht hat, da er ihn, wie gesagt, erst im Juli ernten kann. Preis und Menge wurden beispielsweise mit einem Müller im Februar vereinbart, liefern musste der Bauer aber erst nach Abschluss der Ernte im Juli. Beide Partner haben durch dieses „Warentermingeschäft“ (Fachausdruck für solche Kontrakte) in erster Linie ein Stück Planungssicherheit gewonnen. Der Bauer weiß nun, wie viel Geld er pro Zentner erhalten wird, und der Müller weiß, was er zahlen muss, also so gesehen, nichts Schlechtes.
Was auf den ersten Blick so pfiffig aussieht, hat jedoch für beide Partner auch erhebliche Risiken. Sollte der Bauer von einer Missernte betroffen sein, müsste er u.U. von anderen Bauern Weizen zukaufen, um seinen Kontrakt mit dem Müller erfüllen zu können. Im schlimmsten Fall haben auch die anderen Bauern eine Missernte, und die Preise für Weizen sind stark gestiegen, sodass der Bauer Verluste aus zwei Quellen verkraften muss. Erstens muss er seinen eigenen Weizen nun zu dem im Februar vereinbarten Preis, also weit unter dem stark gestiegenen aktuellen (Juli-)Preis verkaufen und zweitens muss er noch sehr teuren Weizen zukaufen, um die vereinbarte Menge liefern zu können. Somit ist es leicht vorstellbar, dass der Bauer solche Verluste u.U. nicht mehr verkraften kann, und der ganze Betrieb in seiner Existenz bedroht ist.
Des einen Verlust ist des anderen Gewinn. Der Müller würde in diesem Fall einen enormen Gewinn machen, da der (Juli) Preis für Mehl auf Grund des hohen Weizenpreises stark gestiegen ist, und der Müller sein Mehl zu einem hohen Preis verkaufen kann, aber nur den niedrigen Weizenpreis, den er im Februar vereinbart hat, bezahlen muss.
Im umgekehrten Fall einer „Jahrhunderternte“, würde bei fallenden Preisen der Bauer einen hohen Gewinn machen und der Müller wäre ggf. in seiner Existenz bedroht.

Was ist nun ein „Future“?,
Im Unterschied zu Bauer und Müller, werden Futures an der Börse gehandelt. Ansonsten funktionieren sie genauso, wie der oben beschriebene Vorgang zwischen Bauer und Müller. Futures sind also verbindliche Börsenkontrakte zwischen zwei Parteien, die Preise und Mengen bestimmter Güter für einen bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft festlegen. Solche Kontrakte werden als börsengehandelte Termingeschäfte bezeichnet. Aber bleiben wir noch ein bisschen bei Bauer und Müller sowie dem Beispiel der Missernte. Die Missernte fällt nicht im Juli als unerwartetes Ereignis vom Himmel, sondern zeichnet sich im Laufe der Zeit immer deutlicher ab, wodurch der Weizenpreis bereits zwischen Februar und Juli ansteigen wird. Da diese Papiere täglich an der Börse gehandelt werden, spiegelt die Entwicklung des Börsenkurses im Februar, März und April usw.  in unserem Fall immer deutlicher die Erwartung einer Missernte wider, d.h. in der Erwartung steigender Weizen Preise wird der Börsenkurs des Weizen Futures steigen.
Auch bis hierher sind noch keine gravierenden negativen Einflüsse auf die Preisbildung zu erkennen. In eine Metapher übersetzt könnte man bisher noch zu dem Schluss kommen, dass die Entwicklung des Weizen Future Kurses eher als „Rauchmelder“ anzusehen ist denn als „Brandbeschleuniger“. Futures werden an Rohstoffbörsen gehandelt und betrafen i.d.R. Edelmetalle wie Gold, Silber, Diamanten oder andere Rohstoffe wie Rohöl oder Erdgas. Seit einigen Jahren werden jedoch Termingeschäfte mit so genannten Agrar-Rohstoffen – wie Weizen, Kaffee, Tee, Kakao und Baumwolle – immer beliebter, da hier attraktive Gewinne erzielt werden konnten. Woher kommen diese Gewinne?

„Realtausch“ und „Glattstellung“

Man spricht von Realtausch, wenn der Future eingelöst wird, der Bauer also den Weizen im Juli tatsächlich zum Preis vom Februar liefert. Dies geschieht jedoch in der Praxis der heutigen modernen Future Märkte nicht mehr, hier werden weniger als 3 Prozent der Kontrakte durch Realtausch erfüllt. Der überwiegende Teil wird durch ein Gegengeschäft vor dem Fälligkeitszeitpunkt „glattgestellt“. Der Inhaber einer „Short-Position“, der Verkäufer, der merkt dass seine Erwartungen nicht erfüllt werden und er Geld verlieren wird, erwirbt also eine Long-Position, d.h. er passt seine Einschätzung an veränderte Rahmenbedingungen an, um seinen Verlust zu begrenzen. Die Differenz zwischen den Preisen der beiden Kontrakte gibt den Spekulationsgewinn oder -verlust. Der starke Überhang an Spekulationsgeschäften (nur 3 Prozent Realtausch versus 97 Prozent Spekulation) hat in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre zu einer Vervielfachung des Handelsvolumens an den Future Börsen geführt. Im Jahre 2002 wurden an der EUREX (größte Derivaten Börse) über eine halbe Milliarde Kontrakte gehandelt. Man könnte jetzt immer noch zu dem Schluss kommen, dass diese Entwicklung eben ein Frühwarnsystem für den zukünftigen Weizenpreis ist, der eine Spekulant eben das verliert, was der andere gewinnt (wie beim Karten Spielen an einem Tisch). Aber warum soll dies zu einer Erhöhung des Weizenpreises führen?

Damit sind wir bei der Kernfrage des Papiers angekommen, die da lautet: Führt der Future Handel zu steigenden Preisen auf den Märkten, auf denen der Weizen und der Mais tatsächlich gehandelt werden?
Zusammenhang von Future Handel und Preissteigerung:

1. Debatte im Europäischen Parlament

Im Februar 2011 legte die ALDE-Fraktion (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa) dem Europäischen Parlament einen Entschließungsantrag zum Anstieg der Lebensmittelpreise vor. In diesem Papier werden hohe Preissteigerungen und zunehmende Preisschwankungen bei Lebensmitteln bestätigt. Ein Zusammenhang zwischen Spekulationsgeschäften und den weltweit extremen Preisschwankungen für Lebensmittel oder gar den langfristigen Entwicklungen der Lebensmittelpreise wird jedoch klar und eindeutig verneint. Gleichzeitig kommt aber Sorge über den Preisanstieg und die Auswirkungen auf arme Länder zum Ausdruck. Als Konsequenzen aus dieser Besorgnis wird gefordert, weitere Nachforschungen über das Thema anzustellen und geeignete Maßnahmen zum Schutz armer Länder zu diskutieren.

2. Argumentation der Organisation Food Watch

Als Folge verschiedener Finanzmarktkrisen wurde nach sicheren Anlagen gesucht und in diesem Zusammenhang die Rohstoffe entdeckt. Man hielt sie für sicher, da das Angebot begrenzt ist und die Nachfrage, bei wachsender Weltbevölkerung,  steigen wird. Zusätzlich wurden um die Jahrtausendwende herum die Regeln, die das Handeln professionelle Anleger einschränkt, reduziert, so dass beispielsweise das Volumen der Weizen-Futures in Chicago im März 2011 rund 76 Millionen Tonnen betrug, das entspricht dem 8,5-fachen der Jahresernte von rund 9 Millionen Tonnen. Hierdurch – so Food Watch – werden die Rohstoffbörsen an die Entwicklung der Finanzmärkte gekoppelt, so dass beispielsweise Faktoren wie Zinshöhe oder fallende Aktienkurse die Preise für Rohstoffe treiben und zwar jetzt unabhängig von Angebot und Nachfrage an der tatsächlichen Ware. Weiter argumentiert Food Watch, dass der Future-Preis die Preise auf den Märkten beeinflusst, auf denen die Ware tatsächlich gehandelt wird, und dass die anwachsende Kapitalanlage das Ausmaß der Preisschwankungen und die Preise um bis zu 25 Prozent erhöht.

3. Was hat die Deutsche Bank damit zu tun?

Auf Grund ihrer Ergebnisse hat Food Watch im Oktober 2011 einen offenen Brief an Josef Ackermann, den Vorstands- Vorsitzenden der Deutschen Bank geschrieben und ihn aufgefordert, die Praxis der Spekulation mit Nahrungsmitteln zu beenden, da die Deutsche Bank hierdurch die Nahrungsmittelpreise nach oben treibt und damit die Hungerkrise verschärft. Der Vorstand der Deutschen Bank hat bis Ende Januar 2012 eine Stellungnahme zu diesem Thema zugesagt.

Zusammenfassung und Ausblick

Wer sich bis hierher durch das Papier gekämpft hat, hat jetzt vielleicht das Gefühl, „ich bin immer noch irritiert, aber jetzt auf einem höheren Niveau“ An diesem Gefühl wird sich so schnell nichts ändern, denn ob nun Food Watch Recht hat oder das Papier der EU, das werden wir so schnell nicht entscheiden können. Neben der EU beschäftigen sich auch die G 20 (das sind die 20 wichtigsten Industrieländer der Erde, nicht nur Länder Europas) regelmäßig mit dieser Fragestellung, da der Hunger in armen Ländern und einhergehende Unruhen als wichtiges globales Thema erkannt sind. Wir werden also aus mehreren Quellen in naher Zukunft Stellungnahmen, Nachrichten, Forderungen nach Maßnahmen etc. lesen, hören und sehen.
Man darf auf jeden Fall gespannt sein, welche Zusammenhänge von den Chef-Volkswirten der Deutschen Bank im Januar bestätigt werden und welche neuen Argumente hinzukommen und wie die anderen Organisationen darauf wieder reagieren werden.

 

Jürgen Quest

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