Mitmachen erwünscht! Jugend und Kommunalpolitik.

Geschrieben von Malena Schulte-Spechtel (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 31. Oktober 2012 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2012/10/mitmachen-erwuenscht-jugend-und-kommunalpolitik/>
Abgerufen am 18. November 2019 um 08:26 Uhr

Es ist Dienstag, der 2. Oktober, 23:15 Uhr, die Nacht zum Tag der Deutschen Einheit. Trotz später Stunde haben sich gut 15 Personen in einem Raum der neuen Augsburger Stadtbibliothek versammelt. Sie alle haben eins gemeinsam: Das Interesse an Kommunalpolitik und an der Beteiligung Jugendlicher an eben dieser. Der nun, im Rahmen der “Nacht der Demokratie”, stattfindende Workshop beschäftigt sich genau mit diesem Thema: Kommunalpolitik erleben.

In der Vergangenheit wurde vielfach die Erfahrung gemacht, dass wenig Jugendliche Interesse an Beteiligungsmöglichkeiten in der kommunalen Politik, wie zum Beispiel einer Jungbürgerversammlung, zeigten. Um dies zu ändern, haben der Bezirksjugendring Schwaben, der Kreisjugendring Ostallgäu und die Katholische Stiftungsfachhochschule München/ Benediktbeuern einen Leitfaden zur Jungbürgerversammlung erstellt. Dieser wurde im Juli 2012 fertiggestellt und nun im Rahmen diees Workshops vorgestellt.

Zunächst tauschen sich die Teilnehmer über ihre eigenen Erfahrungen mit Jungbürgerversammlungen aus. Diese spiegeln die Erfahrungen der Initiatoren des Leitfadens wider.

Winfried Dumberger-Babiel (Bezirksjugendring Schwaben) erklärt darauf hin, auf welche Thesen sich der Leitfaden stützt. Es geht darum, Jugendliche an der Vorbereitung und Durchführung zu beteiligen, ihre Anliegen und Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen und schlussendlich die Ergebnisse der Jungbürgerversammlung  an den Gemeinderat weiter zu geben. Der Leitfaden enthält jedoch nic (http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/wp-content/uploads/2012/10/DSC04315 NULL.jpg)ht nur Theorie, sondern ganz konkrete Hilfestellungen und Vorschläge für Organisation, Gestaltung und Durchführung einer gelingenden Jungbürgerversammlung.

Dass es nicht wenige Kommunalpolitiker und Jugendbeauftragte gibt, die ein Interesse daran haben, Jugendliche in Gemeinden mit in das politische Geschehen einzubinden, zeigt sich nicht nur an der regen Beteiligung der Workshop-Teilnehmer, sondern auch an den zahlreichen Nachfragen, wo der Leitfaden zu erhalten sei.

Auch von Seiten der Jugendlichen ist durchaus Interesse da. Dies zeigt die letzte Jungbürgerversammlung in Marktoberdorf im Jugendzentrum Pion, die nach dem Leitfaden ausgerichtet wurde. Es erschienen knapp 250 Jugendliche, um einiges mehr als von den Veranstaltern erwartet, somit konnten gut 100 Jugendliche aus Platzmangel nicht mehr eingelassen werden.

Die Broschüre kann beim Bezirksjugendring zum Preis von 5,00 € bestellt werden.

Email: info@bezirksjugendring-schwaben.de