Europa erkunden in Babenhausen

Geschrieben von Julia Tobari, Johannes Straaß, Malena Schulte-Spechtel (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 30. April 2014 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2014/04/europa-erkunden-in-babenhausen/>
Abgerufen am 19. September 2019 um 09:17 Uhr

Während draußen die Sonne schien, wurden am Samstag den 12.4. in der Jugendbildungsstätte Babenhausen die etwa 60 TeilnehmerInnen des Bezirksjugendringausschusses von Herrn Prof. Dr. Gerhard Kral (KSFH Benediktbeuern) in das Thema Europawahlen eingeführt.

In den darauf folgenden zweieinhalb Stunden sollten sie in sieben Gruppen eine Rallye zu wichtigen Teilen der Europapolitik und zu Angeboten der Jugendarbeit in Schwaben, die mit Europa zusammenhängen, bestreiten. Hierzu gab es folgende Stationen: die Entstehung der EU, die drei wichtigsten Organe der EU, die Währungsunion, Klimaschutz, Zuwanderung, Eurodesk– Beratungsstelle der Jubi und der Jugendaustausch  Schwaben-Mayenne.

Die fleißigen OrganisatorInnen der Rallye (http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/wp-content/uploads/2014/04/IMG_1194 NULL.jpg)

Die fleißigen OrganisatorInnen der Rallye

Die Gruppen starteten an unterschiedlichen Stationen und hatten dort jeweils etwa zehn Minuten Zeit um die zum jeweiligen Thema gestellten Aufgaben zu lösen.  Waren die Teilnehmenden erfolgreich, so bekamen sie von jeder Station ein Wort. Am letzten Treffpunkt konnte damit der Lösungssatz „Am 25. Mai gehe ich zur Europawahl“ zusammengesetzt werden. Außerdem erhielt jede Gruppe an ihrer letzten Station vier Flaggen und vier Hauptstädte von EU-Mitgliedsländern. Diese sollten anschließend im Versammlungsraum auf einer vorbereiteten Karte den EU-Staaten zugeordnet werden.

Zum krönenden Abschluss erhielten die Teilnehmende am Ende ein Zertifikat als „Europakenner“.

Nachfolgend werden die einzelnen Stationen kurz vorgestellt.

 

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Station Klimaschutz

An der Station der Umweltstation der Jugendbildungsstätte erwarteten die Teilnehmenden Aufgaben und Informationen rund um den Klimaschutz.

Mehr über die Umweltstation können Sie hier (http://umweltstation-babenhausen NULL.de/)erfahren.

 

 

An einer weiteren Station stellte sich die Eurodesk – Beratungsstelle in der Jubi Babenhausen vor. Eurodesk ist ein europäisches Jugendinformationsnetzwerk, das Jugendliche bezüglich Auslandsaufenthalten in Europa (z.B. in Form von Au-Pair oder Freiwilligendienst) informiert und berät (weitere Informationen hier (http://www NULL.jubi-babenhausen NULL.de/unsere-angebote/eurodesk-beratung-ueber-wege-ins-ausland NULL.html)). Auch an dieser Station galt es Aufgaben zu bewältigen um einen weiteren Teil des Lösungssatzes zu erhalten.

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Station Jugendaustausch Schwaben-Mayenne

Die Station „Jugendaustausch Schwaben-Mayenne“ wurde vom Bezirk Schwaben gestaltet. Hier sollten die Teilnehmenden die verschiedenen Partnergemeinden in Mayenne und Schwaben einander zuordnen. Die Mayenne ist die französiche Partnerregion des Bezirks Schwaben (https://www NULL.bezirk-schwaben NULL.de/europa/).

 

Das Projektteam Politische Bildung Schwaben plante die Station rund um die Währungsunion.
Die Aufgabe, die den Rallyeteilnehmern an dieser Station gestellt wurde, war eine Karikatur zu dem Thema „Währungsunion“ zu zeichnen. Hierfür sollten sie sich durch die Texte, Karten und Zeitungsartikel inspirieren lassen. Aus der Zeit vor dem Euro, aus der Zeit seiner Anfänge, aus der Zeit der Finanzkrise und aus dem aktuellen Zeitgeschehen. Dort konnten Schlagwörter heraus gepickt werden, da für viel mehr keine Zeit war, um diese anschließend gemeinsam zu einer Karikatur zu verarbeiten. Es lagen auch ein paar andere Karikaturen aus, um den Schaffensprozess zu beflügeln.
Nachdem die Frage geklärt war, wer denn gut zeichnen könne, wurde die Aufgabe mit großer Begeisterung angenommen. Spielerisch wurde so Begeisterung für das Thema geweckt und in der Diskussion darüber, was man den zeichnen solle, fand auch ein reger Wissensaustausch statt, der von dem „Betreuer“ der Station bei Fragen ergänzt wurde. Das Hauptaugenmerk lag jedoch auf dem Prozess und dem Ergebnis und weniger auf den vielen Informationen über die Währungsunion.

Eine weitere der sieben Stationen befasste sich mit dem zurzeit immer wieder heiß diskutierten Thema „Zuwanderung“.
Die Teilnehmenden wurden in Kleingruppen aufgeteilt und bekamen je einen kleinen Text zu einem der Themen „Sozialleistungsbezug & Kindergeld“, „Frontex“ und „Ziele der EU Außenpolitik“. Diese Texte sollten gelesen werden und anhand der Texte jeweils eine Frage beantwortet werden. Diese lauteten beispielsweise:„Wer oder was ist Frontex?“,  „Was sind die Ziele der EU Außenpolitik?“ und „Kann ich heute aus Rumänien einwandern und morgen ALG II und Kindergeld beziehen?“
Die Antworten waren einfach und aus dem Text zu beziehen. Nachdem die Aufgaben erfolgreich gelöst wurden bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen weiteren Teil des Lösungssatzes. Diese Station wurde ebenfalls von dem Projektteam Politische Bildung Schwaben gestaltet.

Um die Idee der Europäischen Union und ihre Handlungsweisen besser zu verstehen, kann  ein Blick in die Vergangenheit manchmal hilfreich sein. An der Station „Geschichte der EU“ (vom Projektteam PBS) hatten die Teilnehmenden die Aufgabe herauszufinden, wann bestimmte Ereignisse (z.B. Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Vertrag von Maastricht, Einführung des Euro, Beitritt verschiedener Länder) stattgefunden hatten. Diese sollten dann auf einem Zeitstrahl, der von 1951 bis 2013 ging, an der richtigen Stelle platziert werden. Alle dafür benötigten Daten fanden sich in dem ausliegenden Informationsmaterial. So gelang es jeder Gruppe am Ende alle Jahreszahlen den entsprechenden Ereignissen (14 an der Zahl) zuzuordnen und sie erhielten einen Teil des Lösungssatzes.

An der Station „die drei wichtigsten Organe der EU“ lösten die Teilnehmer ein Quiz mit Fragen zur Kommission, dem Parlament, dem Europäischen Rat und zum Rat der Europäischen Union. Hilfestellung konnten sie sich an einer Pinnwand holen, die eine Übersicht mit den dazugehörigen Informationen enthielt.
Unter anderem wurde gefragt, wie viele Mandate das Parlament momentan hat, wo es tagt und was es für die Kommission bedeutet, als einzige das Initiativrecht zu besitzen.
Eine Frage hat allen Teilnehmenden Rätsel aufgegeben: Wer hat mehr Macht? Der Rat der Europäischen Union oder der Europäische Rat? Was würden Sie sagen?

Hinweis: Der Ablauf der Rallye ist dokumentiert und kann bei der Geschäftsstelle des Bezirksjugendrings angefordert werden (info@bezirksjugendring-schwaben.de).