Der Jugendhilfeausschuss: Mitverantwortung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen

Geschrieben von Winfried Dumberger-Babiel (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 31. August 2014 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2014/08/der-jugendhilfeausschuss-mitverantwortung-fuer-das-aufwachsen-von-kindern-und-jugendlichen/>
Abgerufen am 15. Oktober 2019 um 02:13 Uhr

Nach den Kommunalwahlen im Frühjahr dieses Jahres sind die Mitglieder für die Jugendhilfeausschüsse neu benannt worden.
In allen 10 schwäbischen Landkreisen und in den vier kreisfreien Städten gibt es einen Jugendhilfeausschuss (JHA). In ihm wirken nicht nur gewählte Mandatsvertreter, sondern auch Frauen und Männer der Jugendverbände und die Vorsitzenden der Kreis- und Stadtjugendringe sowie der Wohlfahrtsverbände mit.

Der Jugendhilfeausschuss ist Teil des Jugendamts. Laut Gesetz besteht das Jugendamt aus dem Jugendhilfeausschuss und der Verwaltung des Jugendamts. Diese Zweigliedrigkeit des Jugendamts als Behörde beinhaltet eine funktionale Aufgabenverteilung zwischen Ausschuss und Verwaltung des Jugendamts.
„Die Zweigliedrigkeit soll vor allem eine breit repräsentierte Fachlichkeit und Bürgerbeteiligung im Sinne der Einbeziehung der Interessen von jungen Menschen und deren Familien mit der unmittelbaren Anbindung an politische Entscheidungsstrukturen gewährleisten“ (14. Kinder und Jugendbericht).

„Die kommunalen Jugendämter sind die wichtigsten Institutionen für Fragen der Förderung und Hilfe für Kinder, Jugendliche und Familien in Deutschland. Sie sind … grundsätzlich für alle örtlichen und regionalen Aufgaben der Kinder und Jugendhilfe sachlich zuständig und tragen insoweit nahezu allumfassend öffentliche Verantwortung für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in ihren Zuständigkeitsbereich“. (14. Kinder- und Jugendbericht)

Jugendhilfeausschüsse sind deshalb sehr bedeutsam für die Interessensvertretung von Kindern und Jugendlichen in der Kommunalpolitik und sollten von den Vertretern der Jugendarbeit entsprechend genutzt werden.
Den Mitgliedern des JHA`s stehen weitreichende Beratungs- und Beschlusskompetenzen sowie Anhörungs- und Antragsrechte gegenüber der Vertretungskörperschaft (Landkreis/Stadt) und deren Ausschüssen zu. Dadurch haben die Vertreter der Jugendarbeit einen direkten Einfluss auf die Jugendpolitik ihrer Stadt/ihres Landkreises und ein jugendpolitisches Mandat. Im JHA haben sie das gleiche Stimmrecht wie z.B. Kreisräte/innen und Stadträte/innen.

Wie man im Jugendhilfeausschuss Einfluss gewinnen kann, darüber werden vor allem neue Mitglieder bei einer Tagung des Bezirksjugendrings Schwaben am 27. September 2014 informiert. Hier wird verständlich gemacht, nach welchen Grundlagen im Ausschuss gearbeitet wird und wie Entwicklungen angestoßen werden können, wenn seine Mitglieder dies anstreben.
Zu dieser Tagung sind neue, als auch schon länger mitarbeitende Mitglieder in diesem Gremium eingeladen. Erfahrene Referenten mit Führungsfunktion in der Jugendhilfearbeit werden die Veranstaltung begleiten.
Die Veranstaltung beginnt um 09.00 Uhr und dauert bis ca. 16.30 Uhr und findet in der Jugendbildungsstätte Babenhausen statt.
Die Tagungseinladung gibt es unter www.bezirksjugendring-schwaben.de (http://www NULL.bezirksjugendring-schwaben NULL.de/)

 

Literatur-Hinweise:
14. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung (http://www NULL.bmfsfj NULL.de/BMFSFJ/root,did=196138 NULL.html)
Kleine Rechtskunde für den Jugendhilfeausschuss (http://www NULL.blja NULL.bayern NULL.de/schriften/kleine_rechtskunde NULL.html)