Komm doch mal raus “Tage zum Schwärmen”

Geschrieben von Sebastian Morbach, Leiter der Umweltstation Babenhausen (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 29. September 2014 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2014/09/komm-doch-mal-raus-tage-zum-schwaermen/>
Abgerufen am 21. November 2019 um 21:57 Uhr

Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen

Hintergrund/ unsere Arbeit
Die Schwäbische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen mit ihrer Umweltstation ist eine überregionale Einrichtung der außerschulischen Jugendarbeit. Schwerpunkte des Bildungsangebotes sind u. a. handlungsorientiertes Lernen, Natur- u. Umweltpädagogik, erlebnis-pädagogische Maßnahmen, so wie Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Zu diesen Themenfeldern bietet die Jugendbildungsstätte Seminare, Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen und Jugendfreizeiten für unterschiedliche Zielgruppen an.

Aktuelle Ausrichtung/ Philosophie der Umweltstation
Bereits vor ihrer Anerkennung 2007 vom Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (SMUG) als Umweltstation, wurden an der Jubi-Babenhausen ökologische und naturpädagogische Bildungsmaßnahmen angeboten und durchgeführt.

Seit nun mehr 6 Jahren ist sie Träger der Marke Umweltbildung Bayern und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umwelt-bildung (ANU). Neben klassischen Inhalten der Umweltbildung wie Natur erfahren, erleben und verstehen lernen (mit Kopf Herz und Hand) wurden unsere Vermittlungsziele um eine weiterer Dimension, um die der Bildung für Nachhaltige Entwicklung erweitert.

Wassergüteuntersuchung Naturerlebnistage (http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/wp-content/uploads/2014/08/umweltstation-babenhausen-2 NULL.jpg)

Wassergüteuntersuchung Naturerlebnistage

Der in Politik, Bildungs- und Medienlandschaft gummiartig interpretierte Begriff der Nachhaltigkeit bedeutet für uns an der Umweltstation ganz konkret, dass wir unsere Teilnehmer dazu befähigen möchten sich Gestaltungskompetenzen (http://www NULL.transfer-21 NULL.de/index NULL.php?p=222) anzueignen.

Wir Pädagogen schaffen die Zugänge in denen sich die Teilnehmer individuell oder gemeinschaftlich auf Naturerfahrungen und Naturerleben einlassen können. Hierzu bietet die Umweltstation für Schulklassen die Naturerlebnistage an. Je nach Wunsch des Lehrers liegen die Schwerpunkte der zwei bis fünf Tage dann auf Themenbereichen wie z. B. Wasser, Wald oder Boden. Für weiterführende Schulen und ältere Klassenverbände knüpfen wir mit Natur und Technik Angeboten an theoretisch erworbenen Schulstoff an. Die Schüler können in der Natur eigene Beobachtungen machen und Erfahrungen sammeln, welche dann in der Gruppe zusammengetragen und besprochen werden. Für junge Erwachsene, Multiplikatoren im Erziehungswesen und ehrenamtliche Jugendgruppenleiter bieten wir u. a. Fortbildungsreihen wie „Mit Kindern raus im Gang der Jahreszeiten“ als auch eintägige Seminare mit unterschiedlicher naturpädagogischer Ausrichtung an.

Visionen und Zielsetzungen zukünftiger Bildungsarbeit
In Planung für das nächste Jahr befindet sich die Neuauflage einer Ausbildungsreihe zum Wasserpädagogen. Bei der mehrtägigen Fortbildung verfolgen wir im übertragenen Sinne die Wege des Wassers von der Quelle bis zum Meer. Die Teilnehmenden lernen von Speziallisten aus dem Wasserwirtschaftsamt und erfahrenen Wasserpädagogen Methoden zur Wissensvermittlung und praxisnahe Beispiele für Bildungsarbeit rund um das Thema Wasser.

Des Weiteren möchten wir auf der Streuobstwiese des Außengeländes der Jubi ein Bienenhaus errichten, um dort wesensgemäße Bienenhaltung zu praktizieren und zu veranschaulichen. Bienen sind als Blütenbestäuber für die biologische Vielfalt und unserer Nahrungsmittelproduktion unverzichtbar. Am Beispiel der Bienen lernen die Besucher der Umweltstation wie eine Vernetzung von Natur und gesellschaftlichen Erkenntnissen neue Einsichten für ihr nachhaltiges Handeln ermöglicht. Der Bienenstock dient sozusagen als Multiplikator und veranschaulicht uns die Vorteile von flexibler und aufgabenorientierter gesellschaftlicher Kooperation. Die Bildungsmaßnahmen rund um das Bienenhaus sollen vor allem Schulklassen, Kinder und Jugendliche Einblicke in die Welt der Bienen ermöglichen und deren Bedeutung für uns und unserer Umwelt veranschaulichen.

Für das Jahr 2015 ist eine Kooperation der Umweltstation mit regionalen Forstbetrieben und dem Verein Waldwerkstatt e.V. in Planung. Das Ziel dieser Kooperation sind Waldprojektwochen. Sie werden unter fachlicher Anleitung von pädagogisch geschulten und erfahrenen Facharbeitern angeleitet und durchgeführt. Den Teilnehmenden bieten diese Praxisprojekte ein lebensnahes Lernumfeld zur Persönlichkeitsentwicklung und Vertiefung ihrer ökologischen und biologischen Kenntnisse. Sie werden für einen schonenden Umgang mit der Natur sensibilisiert und zu nachhaltigem Handeln und Solidarität untereinander angeregte. Teamwork bei der Arbeit bedeutet für uns, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, Arbeitsschritte in der Gruppe zu planen und umzusetzen, die Förderung der Gemeinschaftsbildung als auch die Erweiterung der individuellen Sozialkompetenz sind weitere Ziele dieser Projektwochen. Die Waldprojekte richten sich an Schulklassen und Jugendliche und Auszubildende ab dem 15ten Lebensjahr.

Im Focus unserer gesamten Arbeit steht, dass sich die Jugendlichen als Teil einer erhaltenswerten Natur wahrnehmen lernen, nach dem Motto „komm doch mal raus“. Bei allen unseren Bildungsangeboten wollen wir junge Menschen ermutigen ihre sie umgebende Umwelt kennen und schätzen zu lernen. Wir wollen sie motivieren sich aktiv einzubringen und ihr Recht auf Mitsprache und Mitgestaltung wahrzunehmen.

 

Nähere Informationen zu unseren Bildungsarbeit finden Sie auf unserer Homepage (http://umweltstation-babenhausen NULL.de/)  oder auf der der Jungendbildungsstätte (http://www NULL.jubi-babenhausen NULL.de/) und demnächst auch in unserem neuen Jahresprogramm 2015.