»Volle Energie 2014« – Preisverleihung des LEW-Innovationspreises

Geschrieben von Franziska Leipold (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 27. Dezember 2014 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2014/12/volle-energie-2014-preisverleihung-des-lew-innovationspreises/>
Abgerufen am 7. August 2020 um 18:22 Uhr

Am 19. November wurde im Schloss Höchstädt an der Donau bereits zum neunten Mal der jährliche schwabenweite Innovationspreis „Volle Energie“ der Lech-Elektrizitäts-Werke (LEW) verliehen.

Jugendliche und Betreuer aus ganz Bayerisch-Schwaben haben dieses Jahr 24 Projekte für den Wettbewerb eingereicht (Vergleich zum Vorjahr: 19 Projekte).

Die in Bayern einmalige Initiative „Volle Energie“ haben LEW und der Bezirksjugendring Schwaben bereits 2006 ins Leben gerufen. Sie richtet sich an Einrichtungen der offenen Jugendarbeit in der Region, d.h. Jugendzentren, Jugendtreffs und Jugendinitiativen können teilnehmen. Bei dem Projekt geht es darum, dass die Projektteams zeigen, wie sie ihre Energie positiv umsetzen können.

Das Besondere dieses Jahr ist, dass die Themenfelder „Medien und Onlinewelten“, „Migration und Vielfalt der Kulturen“, „Sucht und Gewalt“, „Politik und Engagement“ und „Umwelt und Kultur“ um den Bereich „Kunst, Literatur und Theater“ erweitert wurden.

LEW finanziert den Wettbewerb sowie die Arbeit des Bezirksjugendrings Schwaben im Bereich der politischen Bildung mit einem Beitrag von insgesamt 11.000 Euro.

Jürgen Reichert, Bezirkstagspräsident Schwaben, lobte bei der diesjährigen Preisverleihung: „Die Arbeit in Jugendzentren verdient nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Anerkennung. Der Wettbewerb „Volle Energie“ leistet hierfür die nötige Unterstützung.“ Er hofft auch, dass sich durch den Preis mehr Kinder und Jugendliche für ähnliche Projekte begeistern lassen und sich engagieren möchten.

Entscheidend für die Auswahl der Gewinner dieses Jahr war, dass alle ausgezeichneten Projekte durch ihre besondere Nachhaltigkeit, das Engagement der Jugendlichen und ihren Bezug zum direkten Lebensumfeld überzeugten.

Die Sieger erhielten Preisgelder bis zu 1.500 Euro. Alle anderen teilnehmenden Projektgruppen Anerkennungspreise im Wert von 100 Euro. Die vier Preise dieses Jahr gingen an:

Der 1. Preis ging an das Juze in Kirchheim. Auch der Bürgermeister freut sich über diesen Preis. (http://www NULL.politische-bildung-schwaben NULL.net/wp-content/uploads/2014/12/LEW-Preisverleihung_1 NULL.-Platz-2014 NULL.jpg)

Der 1. Preis ging an das Juze in Kirchheim. Auch der Bürgermeister freut sich über diesen Preis.

1. Preis (1.500,- €): „Wer hilflos ist braucht Helfer“ vom Jugendzentrum
Kirchheim (Themenbereich: Sucht und Gewalt)

“Elf Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren drehten einen Kurzfilm über das Thema Mobbing. In Eigenarbeit schrieben die Jugendlichen das Drehbuch, nominierten Darsteller und verwirklichten aktiv das Projekt. Als Hilfestellung durften alle Teilnehmer eine Fortbildung zum Filmen und Drehen und einen Workshop besuchen. Die Thematik Mobbing wurde nicht nur von den Jugendlichen selbst ausgesucht, sondern auch kreativ und lehrreich in Form des Films umgesetzt. Seit der Premiere im Kino Türkheim dient der Kurzfilm dort weiterhin als Aufklärungsspot und wird zudem zu Lehrzwecken im Unterricht eingesetzt. Durch dieses Projekt konnten die Teilnehmer nützliches Wissen über die Filmarbeit erwerben und zudem das Phänomen Mobbing ausführlich beleuchten. Sie erlernten dabei selbst richtiges Verhalten und tragen nachhaltig zur Aufklärung und Bekämpfung von Mobbing bei.” (http://www1.lew.de/clp/presse/pressemitteilungen/pressearchiv_2014/presse20141120.asp)

2. Preis (1.000,- €): „Ferienbetreuung Abenteuerspielplatz“ von der
Ferienbetreuung Wertingen (Themenbereich: Umwelt und Natur)

“Kinder betreuen Kinder – Die Jugendgruppe des örtlichen Jugendzentrums erklärte sich dafür bereit, Kinder in den Sommerferien zu betreuen, deren Eltern berufstätig sind. Neun Jugendliche begaben sich somit eigenständig auf die Suche nach einem geeigneten Spielplatz, um dort einen Abenteuersommer für Kinder der Wertinger Grundschule zu organisieren. In Eigeninitiative planten und bauten sie Hütten, Flussläufe und ein Hochbeet, damit die Kinder sich sinnvoll und lehrreich mit der Umwelt und der Natur auseinandersetzen konnten. Die Jugendgruppe beschäftigte somit Grundschulkinder nicht nur mit Gruppenspielen, sondern führte sie an handwerkliche Fähigkeiten heran und vermittelte ein Bewusstsein zur Natur. Dieses erfolgreiche Konzept soll auch im kommenden Jahr wiederholt werden.” (http://www1.lew.de/clp/presse/pressemitteilungen/pressearchiv_2014/presse20141120.asp)

3. Preis (750,- €): „Beteiligungsprojekt: Stadtteilkonferenz“ vom Jugendhaus
Linie 3 des Stadtjugendrings-Augbsurg (Themenbereich: Politik und Engagement)

“Kinder und Jugendliche für Politik begeistern – kein Problem für 80 engagierte Jugendliche. Ihr Projekt „Stadtteilkonferenz“ sollte Jugendlichen, die noch nicht wahlberechtigt sind, die Möglichkeit geben, ihren Meinungen zur Politik in ihrem Stadtteil Ausdruck zu verleihen. Dazu wurden rund 900 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren in das Projekt mit eingebunden. In Umfragen, Diskussionen und Workshops wurden zahlreiche Ideen zur Verbesserung der Situation im Stadtteil eingebracht, wie beispielsweise bauliche Verbesserung von Schulen und Sportanlagen. In der symbolischen Wahl der Stadtratskandidaten gipfelte das durchaus erfolgreiche und nachhaltige Projekt, das für viele Kinder und Jugendliche Politik erlebbar gemacht hat.” (http://www1.lew.de/clp/presse/pressemitteilungen/pressearchiv_2014/presse20141120.asp)

3. Preis (750,- €): „Ist denn jeden Tag das gleiche Theater?“ der offenen
Jugendarbeit Pfaffenhausen (Themenbereich: Kunst, Literatur und Theater)

“Gemeinsam aktiv sein – das dachten sich engagierte Pfaffenhausener und Bewohner des örtlichen Blindenheims. 19 Theaterfreunde im Alter von zehn bis 62 Jahren traten gemeinsam auf die Bühne, und führten ein 45-minütiges Stück auf, das den Alltag aller Beteiligten widerspiegelt. Die enge Zusammenarbeit beim Schreiben und Proben der Szenen brachte Menschen mit und ohne Handicap zusammen und erschuf eine Gemeinschaft, die Gleichberechtigung und Inklusion lebt. Der Erfolg, der sich nicht nur in der gut besuchten Aufführung messen lässt, vermittelt über die Ortsgrenzen hinweg ein Gefühl von Zusammenhalt und gegenseitigem Respekt.” (http://www1.lew.de/clp/presse/pressemitteilungen/pressearchiv_2014/presse20141120.asp)

Noch ein paar Fakten zum Unternehmen LEW:
LEW engagiert sich als Sponsor beim Sport, in der Kultur sowie bei sozialen Projekten für die Region.
Die LEW-Gruppe beschäftigt mehr als 1.700 Mitarbeiter, ist mit 35 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern.
Die Lechwerke AG (LEW) gehört zur RWE-Gruppe.