In der Jugendarbeit auf einem guten Weg – Dr. Hans Reichhart über seine Arbeit als Abgeordneter

Geschrieben von Thomas Kneuer (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 27. April 2015 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2015/04/in-der-jugendarbeit-auf-einem-guten-weg-dr-hans-reichhart-ueber-seine-arbeit-als-abgeordneter/>
Abgerufen am 21. November 2019 um 19:21 Uhr

Im Oktober 2013 ist Dr. Hans Reichhart (*1982) über die Liste Schwaben in den Bayerischen Landtag gewählt worden. Wir sprachen mit ihm über seine Tätigkeit als Abgeordneter, insbesondere über sein Engagement in der Jugendarbeit.

“Es ist viel Tagesgeschäft,“ beschreibt Reichhart die Arbeit als MdL. Man müsse vor allem auf die Probleme und Anliegen der Bürger eingehen. „Als Abgeordnete müssen wir dabei den Fokus auf ein langfristiges Denken setzen,“ führt er aus. Es gelte Politik so zu gestalten, dass man nicht bis zur nächsten Wahl, sondern über diese fünf Jahre hinaus gute Arbeit leiste.

In seiner parlamentarischen Funktion ist Reichhart Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration sowie im Ausschuss für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport tätig. „Mein Wunschausschuss war der Innenausschuss,“ erläutert Reichhart, der als promovierter Jurist zuerst als Richter am Amtsgericht tätig war. Es sei ihm aber auch wichtig gewesen, in den Sozialausschuss zu kommen, da sich in seinem Wahlkreis viele Einrichtungen und Wohnhäuser für Menschen mit Behinderung befinden. Außerdem sei die Jugendarbeit in diesem Ausschuss integriert, was ihm auch ermögliche, sich für Projekte in der Jugendarbeit stark zu machen: „Wir konnten die Mittel für den Bayrischen Jugendring um 2 Millionen € deutlich erhöhen.“ Elementar für die Jugendarbeit sei nun mal die finanzielle Grundlage. „Es geht mir um die Anerkennung der Jugendarbeit,“ sagt Reichart. Diese Anerkennung sei neben der Vermittlung von Spaß und Gemeinschaft besonders wichtig. „Wir befinden uns in der Jugendarbeit auf einem guten Weg,“ resümiert er.
Er selbst sei seit seiner Jugend in den unterschiedlichsten Gremien aktiv: „Ich war in vielen Verbänden dabei gewesen, vom Ministrieren und der Arbeit in der Pfarrgemeinde bis zum Musik- und Sportverein.“ Verantwortung zu übernehmen, davor habe er sich nie gescheut, „und dann ging es auf die politische Schiene,“ führt Reichhart aus. Seit 2008 ist er Mitglied im Marktgemeinderat seiner Heimatgemeinde Jettingen-Scheppach. Von 2011 bis 2013 war er Bezirksvorsitzender der JU Schwaben, bis er im Oktober 2013 zum Landesvorsitzenden der JU Bayern gewählt wurde. „Es war ein nahtloser Übergang vom Ehrenamt zur Politik,“ konstatiert Reichhart. Über den Vorsitz in der Landes-JU habe er auch viele Möglichkeiten in die Politik einzugreifen. Die Junge Union Bayern wolle die Frühindikatoren in der Gesellschaft aufgreifen und in die CSU tragen. „Wir sind die, die antreiben,“ unterstreicht Reichhart. Als Vorsitzender der JU wurde er schließlich auch auf die Wahlkreisliste der CSU gesetzt. Dennoch hatte er nicht mit einen Einzug in den Bayrischen Landtag gerechnet. „Das gute Ergebnis für die CSU liegt an unseren sehr gut geführten Wahlkampf,“ unterstreicht Reichhart, der natürlich froh sei, dass er in den Landtag geschafft habe.

Mit der Mobilität besitzt er als Abgeordneter außerdem ein zentrales Thema für die aktuelle Wahlperiode: „Darauf möchte ich meinen Fokus setzen, denn gerade für die Jugend ist das ein ganz wichtiges Thema.“ Neben des Internetausbaus und der Infrastruktur sei für ihn auch die Mobilität zwischen dem Heimatort und dem Arbeits- oder Studienplatz ein entscheidender Punkt. Hier haben in den letzten Jahren starke Änderungen stattgefunden, es gehe um Beständigkeit in einer veränderten Zeit. Dabei betont Reichart: „Es geht vor allem darum, die Bindung zu seiner Heimat zu gewährleisten.“