Die Macht der Musik – Jungbürgerempfang des Bezirk Schwaben am 6. April 2017

Geschrieben von Lorenz Semmler (Netzwerk Politische Bildung Schwaben)
Veröffentlicht am 30. März 2017 unter <https://www.politische-bildung-schwaben.net/2017/03/die-macht-der-musik/>
Abgerufen am 23. September 2018 um 07:32 Uhr

Aufruf zum Jungbürgerempfang

Jungbürgerempfang des Bezirk Schwaben

„Freude schöner Götterfunken“ hallt es derzeit über viele zentrale Plätze in Deutschland. Die Menschen, die sich hier versammeln und gemeinsam singen, möchten in Zeiten immer stärker werdender Nationalismen und Auflösungstendenzen ein Zeichen für die Europäische Union setzen. Musik wird seit jeher auch politisch eingesetzt, um Systeme zu stützen, Ideologien zu flankieren oder Einstellungen Ausdruck zu verleihen bzw. sich abzugrenzen.[1] Vom Wandervogel bis hin zum Punk finden sich hier insbesondere im Kontext von Jugendbewegungen zahlreiche Beispiele.[2] Es geht also um Politik.

Für Musikschaffende, wie den Bayerischen Rockintendanten Bernd Schweinar[3], ist Musik dagegen zunächst einmal „eine zentrale Form der Kreativität“. Er setzt sich für die Förderung der Popkultur in Bayern ein. „L’art pour l’art“ – die Kunst um der Kunst willen – so hieß schon das Credo im 19. Jahrhundert. Musik kann einfach nur für sich stehen, denn sie schafft es Menschen zu berühren, zu vereinnahmen und zu bewegen. Das weiß jede*r, der schon einmal in einer großen Menschentraube bei einem Rockkonzert getanzt oder in einer lauen Sommernacht unter freiem Himmel einem Sinfonieorchester gelauscht hat.

Musik bietet also ästhetischen Genuss. Ihre Wirkung wird aber für vielfältige Zwecke eingesetzt. Sie spielt eine große Rolle in der modernen Gesellschaft.[4]

„Die Macht der Musik“ steht beim Jugendempfang des Bezirk Schwaben am 6. April ab 14 Uhr am Rande der Augsburger Frühjahrsausstellung (afa) im Fokus. Bereits zum achten Mal lädt der Bezirkstagspräsident die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen aus der schwäbischen Jugendarbeit zu einem gemeinsamen Bürgermeister- und Jugendempfang ein.

Bei der Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Bezirksjugendring Schwaben, dem BR-Bayerischen Rundfunk und der afa organisiert wird, diskutieren Vertreter*innen aus Kommunalpolitik, Jugendarbeit und (Pop-)Musik die Fragen, wie Musik unser Denken und Handeln beeinflusst, wie sie genutzt wird, unser Denken zu lenken – auch im politischen Zusammenhang, welche Moden und Strömungen junge Menschen unterworfen sind sowie die Frage, wie Musikmachen genutzt werden kann, um jungen Menschen eine Heimat zu geben. Moderiert wird die Veranstaltung vom bekannten TV- und Rundfunkmoderator Fritz Egner (Bayern 1).

Gerahmt wird die Veranstaltung von Live-Musik der Band ScheinEilig (https://www NULL.facebook NULL.com/ScheinEilig/)​ und Ensembles der Berufsfachschule für Musik Krumbach. Anmeldungen sind über den Bezirksjugendring Schwaben möglich.
Weitere Infos: www.bezirk-schwaben.de/die-macht-der-musik (http://www NULL.bezirk-schwaben NULL.de/die-macht-der-musik)
[1] vgl. Lück, Hartmut in Musik und Gesellschaft, APUZ 2005

[2] vgl. Kommer, Sven, Musik in der Jugendbewegung, Leske + Budrich 1997

[3] Leiter des Rock.Büro SÜD und künstlerischer Leiter der Bayerischen Musikakademie Schloss Alteglofsheim

[4] Vgl. Watzal, Ludwig, in Musik und Gesellschaft, APUZ 2005